GDL-Streik in Oberhavel
: Das müssen Pendler von S1, S25, RE5, RE6 und RB20 jetzt wissen

UPDATE (18 Uhr): Bahnstreik trifft Oberhavel: Pendler zwischen Fürstenberg, Oranienburg und Hennigsdorf sind massiv betroffen. Der Notfahrplan steht jetzt. Gibt es Alternativen zum Auto?
Von
Jürgen Liebezeit
Oranienburg/Hennigsdorf
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Wenn die GDL es will, steht auch die S-Bahn still. Die Linien S1 und S25 von Oberhavel nach Berlin sind auch vom Streik betroffen. Ebenso fallen viele Regionalbahnen aus.

Annette Riedl/dpa

Rund sechs Tage soll der Arbeitskampf der Lokführergewerkschaft GDL ab Dienstagabend (23. Januar, Güterverkehr) beziehungsweise Mittwochmorgen (24. Januar, Personenverkehr) dauern. Auch Pendler aus Oberhavel sind davon massiv betroffen, denn nicht nur die Regionalbahnen RE5, RE6, RB20 und RB55 fallen wahrscheinlich größtenteils aus, auch die Berliner S-Bahn wird bestreikt. Das müssen Pendler aus Oberhavel, die in Berlin arbeiten, jetzt wissen.

Die Deutsche Bahn rechnet erneut mit erheblichen Einschränkungen im Fern-, Regional- und Güterverkehr. Der Konzern kündigte abermals einen Notfahrplan mit stark reduziertem Angebot an. Erste Details für Oberhavel sind jetzt bekannt.

S1 und S25 betroffen

Klar ist, dass der Verkehr auf der S-Bahnlinie S1 von Oranienburg nach Berlin eingestellt wird. Die S25 zwischen Hennigsdorf und Berlin ist ebenfalls nicht in Betrieb. Das geht aus der Fahrplanauskunft und dem Notfahrplan hervor. Diese Linien in Berlin-Brandenburg sind ebenfalls betroffen: S2, S26, S41, S42, S45, S47, S7, S75, S8 und S85. Auf den Linien S3, S5, S46 und S9 soll es einen 20-Minuten-Takt geben. Weil der Nord-Süd-Tunnel in Berlin wegen Bauarbeiten gesperrt ist, fahren dort keine S-Bahnen. Dafür wird bis zum 16. Februar ein Ersatzverkehr mit Bussen eingesetzt. Dieser funktioniert auch während des Streiks.

Bus ab Hennigsdorf nach Berlin

Für die S25 wird zwischen Hennigsdorf über Tegel zum U-Bahnhof Paracelsus-Bad ein Ersatzbus eingesetzt. Der fährt alle 20 Minuten.

Von Hennigsdorf aus fährt auch ein Bus der OVG nach Spandau, wo es einen U-Bahnhof gibt. Der Bus X36 braucht zirka 25 Minuten. Die BVG in Berlin ist vom Streik nicht betroffen.

Wer von Hohen Neuendorf aus mit dem Bus nach Berlin möchte, muss in die Invalidensiedlung in Frohnau kommen. Dort starrtet der BVG-Bus 125, der die U-Bahnhöfe Kurt-Schumacher-Platz, Residenzstraße und Osloer Straße anfährt. Diese Linie ist auch für Pendler aus Glienicke attraktiv. Sie hält unter anderem am markanten Pilz in Frohnau.

Private Anbieter sind unterwegs

Die Linien, die von der NEB in Oberhavel betrieben werden, sind vom Streik ebenfalls nicht betroffen. Voraussetzung ist, dass Züge die Strecken nicht blockieren und die Stellwerke besetzt sind.

Der Notfahrplan sichert laut Deutsche Bahn nur ein sehr begrenztes Zugangebot im Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr. Fahrgäste werden gebeten, sich 24 Stunden vor Fahrtantritt über ihre Verbindung zu informieren. Bei Reisen im Fernverkehr rät die Bahn, einen Sitzplatz zu reservieren.

Bahn hebt Zugbindung auf

Alle Fahrgäste, die ihre geplante Reise aufgrund des Streiks der GDL verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Die Zugbindung ist aufgehoben. Das Ticket gilt dabei für die Fahrt zum ursprünglichen Zielort, auch mit einer geänderten Streckenführung. Sitzplatzreservierungen können kostenfrei storniert werden.

Zudem haben Fahrgäste im Rahmen einer Sonderkulanz auch die Möglichkeit, ihre Reise vorzuverlegen und bereits am Montag (22. Januar 2024) und Dienstag, 23. Januar 2024 früher zu fahren. Die Bahn hat eine kostenfreie Hotline unter der Nummer 08000-996633 eingerichtet.

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