Gedenklauf
: Zwei Sieger kommen aus der Region

Der Hennigsdorfer Niklas Schöning und Annika Holland aus Bergfelde triumphieren bei der 52. Auflage. Insgesamt gehen 663 Läufer und Walker auf die Strecke.
Von
Stefan Zwahr
Oranienburg
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  • Ziel erreicht: Die Organisatoren von Team Oberhavel und Kreissportbund Oberhavel hofften auf 600 Teilnehmer. Am Mittwoch gingen dann sogar 663 Läufer und Walker auf die Strecke.

    Ziel erreicht: Die Organisatoren von Team Oberhavel und Kreissportbund Oberhavel hofften auf 600 Teilnehmer. Am Mittwoch gingen dann sogar 663 Läufer und Walker auf die Strecke.

    Stefan Zwahr
  • Knapper Vorsprung: Niklas Schöning (rechts)

    Knapper Vorsprung: Niklas Schöning (rechts)

    Stefan Zwahr
  • Sieger nach Zielsprint: Liam Leisner von Forst Borgsdorf gewann den Lauf über 1,2 Kilometern vor Lars Sensse.

    Sieger nach Zielsprint: Liam Leisner von Forst Borgsdorf gewann den Lauf über 1,2 Kilometern vor Lars Sensse.

    Stefan Zwahr
  • Seriensiegerin: Annika Holland gewann erneut.

    Seriensiegerin: Annika Holland gewann erneut.

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Am Mittwoch gingen 370 Athleten in den Hauptläufen über 7,5 und 15 Kilometer auf die Strecke. Einige von ihnen sorgten für ein Novum. Grund: Sie produzierten einen Fehlstart. „Ich will nicht ausschließlich, dass es so etwas schon einmal gab. Ich kann mich aber nicht dran erinnern“, bemerkte Schröter. Er räumte ein, dass es ihm als passioniertem Läufer schwer fallen würden, nur Zuschauer zu sein. „Es kribbelt, wenn ich den Gedenklauf auch oft genug gelaufen bin – und das nicht ganz ohne Erfolg.“

Der Fehlstart ("Es ist nicht üblich, dass bei so langen Distanzen mit so viel Anspannung im Starterfeld gestanden wird") sei aus Sicht von Schröter, der viele Jahre Oberhavel-Landrat war, Ausdruck dafür, dass der sportliche Ehrgeiz auch beim Traditionslauf in der Kreisstadt eine Rolle spielt. Davon war auch Niklas Schöning nicht frei. Der 20-jährige Hennigsdorfer besucht seit zwei Jahren die Sportschule Potsdam. „Ich wollte schon vorne dabei sein“, räumte er nach seinem Sieg über 7,5 Kilometer ein. Vier Sekunden betrug sein Vorsprung auf Sven Hertelt. „Er war immer vor mir. Erst auf den letzten 800 Metern habe ich ihn eingeholt.“

Auch auf dem „langen Kanten“ der Frauen setzte sich ein Lokalmatador durch. Annika Holland gewann wie schon den beiden Vorjahren über 15 Kilometer. Die Freude bei der Bergfelderin war groß. „Endlich darf ich den großen Wanderpokal für immer behalten. Ich freue mich total darüber und bin auch ein bisschen stolz über das kleine Stück persönliche Laufgeschichte in meinem Schrank.“

Junge Handballerinnengewinnen mit der Staffel

518 Läufer und Walker gingen am Mittwoch bei der 52. Auflage des Sachsenhausen-Gedenklaufs auf die Strecke. Zudem waren 29 Staffeln mit jeweils fünf Startern dabei.

Der Oranienburger HC schaffte in der weiblichen Staffel-Konkurrenz gleich mit zwei Teams den Sprung aufs Treppchen. Zum siegreichen Team gehörte Theresa Weidenberg. "Laufen macht schon sehr viel Spaß", sagt die Toptorschützin der weiblichen Jugend B. Darum habe es viel Freude gemacht. "Wir wollten schon gewinnen."

Auch René Latzke von der LG Oberhavel hatte sich etwas ausgerechnet. Über 15 Kilometer wurde er Zweiter. Den Führenden (Daniel Richards von der University of Southampton) habe er zwar schnell nicht mehr gesehen, dennoch sei es okay gewesen. "Ich bin am Wochenende den Halbmarathon auf dem Darß gelaufen. Die schweren Beine habe ich schon gemerkt."

Wolfgang Schwericke war richtig glücklich. Dieser etablierte eine Laufgruppe bei Eintracht Gransee – die beim Gedenklauf 2018 erstmals an einem Wettkampf teilgenommen hatte. "Diese Staffel, die damals 31 Minuten brauchte, war wieder am Start. Und jeder Einzelne ist dann noch die 15 Kilometer gelaufen." Insgesamt waren die Granseer mit 15 Läufern dabei.⇥sz