Gewalt in Oranienburg
: Gerüchte um Toten und Polizei-Einsatz, das war wirklich los

Update 28.2.2026, 18:30 Uhr: Ein Einsatz der Polizei sorgte in Oranienburg für Aufsehen und für wilde Spekulationen in den sozialen Medien. Die Polizei äußert sich. Das ist bekannt.
Von
Stefan Zwahr,
Martin Risken
Oranienburg
Jetzt in der App anhören
Rettungshubschrauber - Symbolbild

Ein Rettungshubschrauber kam in Oranienburg zum Einsatz. Die Polzei berichtet auf Nachfrage von dem Vorfall.

Daniel Karmann/dpa
  • Oranienburg: größerer Polizeieinsatz am Freitag (27. Februar) nahe „Blaues Wunder“
  • In sozialen Medien Gerüchte über Festnahmen und einen Toten kursierten
  • Polizei: gewaltsame Auseinandersetzung mit vier Beteiligten bestätigt
  • Eine Person schwer verletzt, per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen
  • Drei Tatverdächtige in Gewahrsam; kein Messer, sondern stumpfe Gewalt

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Oranienburg gab es am Freitag (27. Februar) einen größeren Einsatz der Polizei. Dieser spielte sich am Nachmittag in der Nähe vom „Blauen Wunder“. Diese Brücke verbindet den Lindenring mit dem Areal an der Havelschule.

In den sozialen Medien war der Einsatz schnell Thema. Die Polizei habe jemanden abgeführt, wurde geschrieben. Später war sogar von mehreren Festnahmen die Rede. Am frühen Abend hieß es: „Da wurde jemand abgestochen (...). Der ist wohl vor Ort noch verstorben.“

Auf Nachfrage bestätigte Matthias Peter von der Polizeiinspektion Oberhavel, dass es einen Einsatz gegeben habe. Grund sei „eine gewaltsame Auseinandersetzung“ gewesen.

Der Polizeihauptkommissar redet von vier Beteiligten: allesamt Syrer. „Eine Person wurde schwer verletzt und mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.“ Den Angaben zufolge seien drei Tatverdächtige in Gewahrsam genommen worden.

Amtsgericht erlässt Haftbefehle gegen drei Männer

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht Neuruppin am Sonnabend (28. Februar) gegen die drei Beschuldigten im Alter von 17, 22 und 25 Jahren aufgrund diverser Vorstrafen Haftbefehl erlassen. Anschließend seien sie in verschiedene Justizvollzugsanstalten gebracht worden. Gegen die drei Männer werde jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, so Peter.

Bei dem Opfer handelt es sich um einen 31-jährigen Mann. Dieser sei schwer verletzt worden. „Es besteht aber keine Lebensgefahr“, erklärt der Polizeihauptkommissar. Allerdings sei der Mann bislang nicht vernehmungsfähig.

Peter betont auf Nachfrage, dass ein Messer bei der Tat keine Rolle gespielt habe. Vielmehr sei stumpfe Gewalt angewendet worden. Weitere Details wurden nicht genannt. Grund für die Auseinandersetzung soll eine Frau gewesen sein.