Großbrand: Feuerwehr fast zwölf Stunden im Einsatz

Zahlreiche Feuerwehrkräfte aus Oranienburg und Umgebung sind noch im Einsatz. Die Löscharbeiten werden wahrscheinlich noch den ganzen Tag über andauern.
Tilman TrebsWeil zunächst unklar war, was genau brennt, gab die Feuerwehr am Morgen eine Warnung an die Bevölkerung heraus. Wegen möglicher giftiger Dämpfe sollten in der Umgebung Fenster und Türen geschlossen bleiben sowie Klima– und Belüftungsanlagen abgeschaltet werden. Wegen des Nordostwindes galt vor allem die Gemeinde Oberkrämer als gefährdet.
Spezialisten der Feuerwehr Hennigsdorf konnten aber noch am Vormittag Entwarnung geben. „Es wurden mit einem speziellen ABC–Erkunder die Luftwerte gemessen“, erklärte Michel Müller von der Oranienburger Feuerwehr am Nachmittag. „Dabei wurden keine giftigen Stoffe festgestellt. Es bestand also keine Gefahr für die Bevölkerung“, sagte Müller.
Die Löscharbeiten zogen sich vor allem wegen der üppigen Größe des Müllberges in die Länge. Nach Auskunft von Einsatzleiter Stephan Liedtke von der Oranienburger Feuerwehr musste der brennende Müllberg mit drei Baggern und zwei Radladern mühsam nach und nach auseinander gerissen werden. Erst gegen 15.30 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte den Brandort verlassen. Die Brandwache übernahmen danach Mitarbeiter der Firma Grunske.
Die genau Ursache ist noch unklar. Die Feuerwehr geht aber von Selbstentzündung aus. Ein Sprecher der Oranienburger Polizei sagte am Nachmittag, dass Ermittlungen weder zu vorsätzlicher noch fahrlässiger Brandstiftung aufgenommen worden sei. Nach Auskunft der Polizei soll es bereits im Laufe der vergangenen Tage zu erhöhten Temperaturen im Kern des Müllberges gegeben habe, was den Verdacht der Selbstentzündung erhärte.
