Hartz IV: Viel Arbeit im Jobcenter Oberhavel

Dezernent Matthias Kahl leitet das Jobcenter Oberhavel.
Landkreis OberhavelWährend im Januar 181 und im Februar 147 neue Anträge auf Leistungen beim Jobcenter eingingen, waren es im März 312 Anträge. Im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 174 habe sich die Zahl in diesem März "nahezu verdoppelt“, so Kahl. Bei den beantragten Leistungen kann es sich um Hartz–IV–Unterstützung oder Aufstockergeld handeln, wenn das Einkommen auch trotz Arbeit oder Kurzarbeit nicht mehr zum Leben ausreicht. Im März lag die Zahl der Aufstocker beim Jobcenter in Oberhavel bei 2 081, Mitte April betrug sie 1 986. „Wenn das Einkommen nicht reicht, können die Leistungen auch Wohngeld oder Kindergeldzuschlag sein, das hängt vom Einzelfall ab“, erläutert Matthias Kahl.
Die Anträge sollten per Mail oder als Brief im Jobcenter landen, denn in Corona–Zeiten gibt es dort Zutritt nur noch mit einer Terminvereinbarung. Während die Bearbeitung für das Leistungsrecht durch die Pandemie nicht in Verzug gerate, so Kahl, hätten es die Fallmanager, die sich um die Kunden kümmern, „etwas schwieriger“. Gebe es sonst viele 1:1–Kontakte, werde jetzt häufiger telefoniert.
