Die Enertrag-Sprecherin erklärte, dass die Anlage zur Produktion von Wasserstoff für den künftigen Betrieb der Heidekrautbahn produziert werden soll. Die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) hatte im Februar gemeinsam mit dem Bahnbauer Alstom den Wasserstoff-Zug Coradia iLint präsentiert. Der iLint ist nach NEB-Angaben der weltweit erste Personenzug, der mit einer Wasserstoff-Brenzelle angetrieben wird. Er soll geräuscharm fahren und lediglich Wasserdampf und Kondenswasser ausstoßen. Die NEB will die Züge, wenn alles klappt, ab 2022 einsetzen. Der nötige Wasserstoff soll aus einer Elektrolyse mit Strom  aus Windenergie gewonnen werden, teilte die NEB seinerzeit mit.
Diese Aufgabe will Enertrag nun offenbar bei Oranienburg übernehmen. Einzelheiten zur geplanten Anlage wollte die Sprecherin allerdings noch nicht nennen. Das in Dauerthal bei Prenzlau ansässige Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben mehr als 1 100 Windkraftanlagen und seit 2004 ein eigenes Einspeisenetz. Bereits seit Jahren betreibt Enertrag eigene Anlagen zur Wasserstoffproduktion mit Windkraftstrom. Der Wasserstoff wird dann entweder zur Stromerzeugung bei Flaute genutzt oder auch als Kraftstoff verkauft. Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) sagte am Mittwoch, die Stadtverwaltung stehe der Idee offen gegenüber.