Es herrscht am Sonnabend kein großes Gedränge auf dem Oberhavel Bauernmarkt in Schmachtenhagen. Aber es ist Betrieb, und die meisten Stände sind innen wie außen geöffnet. „Natürlich sind wir da“, sagt Platzwart Maik Herbel. „Solange es die Corona-Regelungen erlauben, haben wir regulär geöffnet.“ Donnerstags bis sonntags sind die 30 Marktstände jeweils besetzt. Die lebensgroßen Plastiken von Kühen sind zwar reine Deko, denn Frischmilch kann gerade nicht gezapft werden. Aber Back- und Fleischwaren werden verkauft, auch Wildbret, Geflügel, Pferdefleisch und Fisch. Mittagstisch gibt es ebenfalls, dazu Textilien und Flohmarkt – und saisonbedingt schon gebrannte Mandeln und Glühwein.

Stammgäste sind immer noch begeistert

„Das ist mein Markt“, sagt Axel Bowen. Er sei seit Jahrzehnten Stammgast, so der 79-jährige Zehlendorfer. „Es ist immer noch schön hier“, sagt Bowen. Ähnlich sieht es Kay Schneider, der in der Nähe wohnt. Zwar sei der Bauernmarkt sichtlich in die Jahre gekommen und überall geflickt. Aber: „Es ist ein sozialer Treffpunkt, und die Atmosphäre ist gut“, meint Schneider. „Es muss nur mal ein Konzept her.“ Viele Kunden und auch einige Händler sind unsicher, ob und wie es mit dem Oberhavel Bauernmarkt weitergeht, weiß auch Platzwart Herbel. Er ist aber zuversichtlich, dass Eigentümer Oliver Wandel demnächst ein tragfähiges Konzept präsentieren wird.

Der Markt in der Übergangsphase

„Diese Gerüchteküche nervt tierisch“, wirbt auch Mandy Husmann hinter dem Backwaren-Tresen, der zum Naturprodukte-Oberhavel-Stand gehört, um Geduld. „Der neue Eigentümer hält sich uns gegenüber an alle Absprachen, und wir haben weiter offen“, sagt sie. Es nütze doch nichts, Konzepte groß anzukündigen, und dann werde nichts da­raus, findet Mandy Husmann. Sie richtet einen Appell an die Kundschaft: „Kommen Sie bitte weiter zu uns! Wir sorgen dafür, dass wir den Markt auch in der Übergangsphase hinbekommen.“

Der Bauernmarkt in Schmachtenhagen ist donnerstags bis sonntags und an Feiertagen von 9 bis 16 Uh geöffnet.