Hilfe
: Apotheker will Stiftung für Afrika-Hilfe gründen

Der Hohen Neuendorfer Reinhard Eger kehrt beeindruckt von einer Reise nach Kamerun zurück. Jetzt will er den Menschen vor Ort helfen.
Von
Jürgen Liebezeit
Hohen Neuendorf
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  • Die Lebensfreude und das Lachen der Kinder hat Reinhard Eger besonders beeindruckt. Deshalb will er die Fähigkeiten und Potentiale der jüngsten Generation in Kamerun fördern.

    Die Lebensfreude und das Lachen der Kinder hat Reinhard Eger besonders beeindruckt. Deshalb will er die Fähigkeiten und Potentiale der jüngsten Generation in Kamerun fördern.

    privat
  • Der 85-jährigen Leiterin eines Kinderheim hat Eger ein blaues Armband mit der Inschrift "Danke für Dich, in meinem Leben" geschenkt.

    Der 85-jährigen Leiterin eines Kinderheim hat Eger ein blaues Armband mit der Inschrift "Danke für Dich, in meinem Leben" geschenkt.

    privat
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Das Land hat nachhaltigen Eindruck bei ihm hinterlassen. "Die hygienischen Zustände in den entlegenen Dörfern sind katastrophal“, berichtet Eger von einem Besuch der Krankenstation in dem Dorf Baloum, wo er und seine Begleiter auch vom König der Region empfangen wurden und die große Familie seiner Begleiters aus Kamerun kennengelernt hat. „Dadurch hatten wir einen ganz anderen Zugang zu den Bewohnern.“ Die Gruppe nahm an uralten Ritualen teil und erlebte hautnah den täglichen Kampf ums Überleben. „Wir waren in einer anderen Welt“, sagt Eger rückblickend. Die beiden Schulen hätten den Namen nicht wirklich verdient. „Es gibt dort keine Tafel und keine Kreide. Fenster fehlen in den Gebäuden“, schildert der Apotheker seinen Eindruck. Überall im Land gebe es einen extremen Kontrast zwischen reichen und armen Menschen. Das will er nun ändern.

Deshalb bereitet Eger gemeinsam mit Zasi Fokuoa aus Hanau, Bernhard Scheele aus Hamburg und Steffi Christian aus Leipzig die Gründung einer Stiftung für Afrikahilfe vor. Dabei geht es der Gruppe nicht nur um die materielle Hilfe vor Ort. Die vier Freunde haben auch einen ideellen Anspruch. "Wir wollen die Fähigkeiten der Menschen in Kamerun fördern und in Bildung investieren“, umschreibt er das Ziel der künftigen Stiftung. Eger und seine Mitstreiter hoffen, so das Selbstwertgefühl der Kameruner steigern zu können.

Schon vor Ort hat die Reisegruppe eine erste Hilfsaktion organisiert. So wurde Material für die Schule in Baloum verteilt und für die Krankenstation ein Kühlschrank gekauft, damit Medikamente länger haltbar sind. Weiter wurden Stromgeneratoren und Batterien gekauft. Die Gruppe verteilte auch Reis, Öl und Seife im Dorf.

Wer mehr über die Stiftungsidee wissen oder sie unterstützen möchte, kann mit Reinhard Eger in seiner St-Hubertus-Apotheke am S-Bahnhof Hohen Neuendorf Kontakt aufnehmen.

Infokasten

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel.⇥kürzel