Historie: Ortsgeschichte in Serie

Die Redaktion und die Autoren sind stolz auf die Jubiläumsausgabe: Andreas Schuckert, Dr. Traugott Vogel, Petra Schmidt, Dr. Dietrich Raetzer und Matthias Möckel (von links).
Jürgen Liebezeit30 Jahre nach dem Fall der Mauer beschäftigen sich Dr. Dietrich Raetzer, Petra Schmidt und Matthias Salchow mit der Wendezeit in Hohen Neuendorf und Bergfelde. Einige der historischen Fotos hat der frühere Bergfelder Pfarrer Matthias Möckel, der damals auch den Runden Tisch von Bergfelde moderierte, beigesteuert. Akribisch werden die Bürgerdialoge von Schmidt und Raetzer detailgenau aufgearbeitet. Aus heutiger Sicht wird deutlich, wie mutig, konstruktiv und kritisch die Probleme damals angegangen wurden.
Volksfest auf dem Grenzstreifen
An die Dimension der Grenzöffnung zwischen Hohen Neuendorf und Frohnau erinnert sich heute kaum noch einer. 125 000 Menschen kam am 17. Februar 1990 zu dem Volksfest auf dem Mauerstreifen. Der Text von Matthias Salchow erschien bereits in dem historischen Kalender des Geschichtskreises von 2010.
Die Hohen Neuendorfer Hefte richten sich nicht nur an alteingesessene, sondern auch an zugezogene Einwohner. „Es ist eine Publikation aus der Stadt für die Stadt. Dabei sind wir immer um Vielfalt bemüht“, sagte Petra Schmidt bei der Präsentation des Jubiläumsheftes.
Zur Vielfalt trägt auch Dr. Traugott Vogel bei. Er beschäftigt sich mit der Reformation in Bezug zu Stolpe. Sein Text ist ein stark gekürzter Vorabdruck eines Kapitels aus seinem Buch „Stolpe im Oberen Havelland. Ein Dorf und seine Kirche“, das im nächsten Jahr erscheinen soll.
Einmalig in Deutschland
Die Geschichte und Bedeutung des in Deutschland einmaligen Polnischen Ehrenmals hat Andreas Schuckert mit erstaunlichem Detailwissen aufgeschrieben. Er will sich übrigens dafür einsetzten, dass der Platz den Namen „Platz der polnischen Armee“ bekommt. „Der hat keinen Namen, weil dort keiner wohnt“, so Schuckert.
In dem aktuellen Heft stellen sich auch die Borgsdorfer Senioren-Tanzgruppe „Sentabo“ sowie die beiden Arbeitsgruppen im Kulturkreis, die AG „Gartenlust“ und die Theater-AG „Spieltrieb“ vor. Die Laien-Schauspieler planen nächstes Jahr ihre erste Premiere.
Wo gibt es die Hefte?
Das aktuelle Hohen Neuendorfer Heft ist in einer Auflage von 300 Stück erschienen und kostet 3,90 Euro.
Es ist an folgenden Stellen zu bekommen:Kulturkreis, Karl-Marx-Straße 24, Buchhandlung Behm, Schönfließer Straße 9, Einhorn-Apotheke Borgsdorf, Berliner Straße 12 a, Bergfelder Apotheke, Birkenwerderstraße 4
Die Redaktion der Hefte freut sich über Anregungen, Mitarbeiter und Gastbeiträge zur Geschichte der Stadt und ihrer Ortsteile.
Einige der vorangegangenen Hefte sind noch erhältlich.⇥zeit
