Hitze
: Trockenheit stellt Oberhavels Bauern vor Probleme

Fehlender Regen und die Folgen des Dürrejahres 2018 wirken sich auf die Erträge aus. Die Wasserstandspegel im Landkreis sinken weiter.
Von
Marco Winkler
Oberhavel
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Das zurückliegende Dürrejahr und die Trockenheit in diesem Jahr machen den Landwirten Sorgen.

Julian Stratenschulte/dpa

Beim Kreisbauernverband Oberhavel wurden bisher keine Notstände landwirtschaftlicher Betriebe gemeldet. „Die Situation ist noch nicht akut“, sagt Geschäftsführer Ralph Wittwer. „Wir warten aber alle gespannt auf Regen.“ So wie Nils Fischer. Er ist Geschäftsführer der Agrarproduktion Neuholland–Freienhagen. „Wenn es so weiter geht, erreichen wir nicht einmal Durchschnittserträge“, sagt er. Er kämpft noch mit den Folgen der Trockenheit 2018. Die Dürrehilfe vom Bund habe nur ein Drittel des Gesamtschadens kompensieren können. „Wenn es wieder so ein Jahr wird, kann es sein, dass wir auf den Verlusten komplett sitzen bleiben.“ Die Liquidität in der Branche sei knapp. "Wir können nur abwarten und auf Regen hoffen.“

Für Oberhavels Angler gibt es vorläufig Entwarnung. „Die Fischbestände sind noch nicht in Gefahr“, sagt der Vorsitzende des Kreisanglerverbandes, Olaf Wusterbarth. „Eine weitere Woche ohne Regen könnte die Situation aber ändern.“ Bisher seien nur ein paar Jungzander im Beetzer See aufgrund des hohen Schwefelwasserstoffgehalts verendet. Wusterbarth: „Wir brauchen jetzt Landregen.“ Doch der ist nicht in Sicht.