Horst Wrege ist tot: Trauer in Oranienburg – ein Leben für die Eintracht und den Nachwuchs

Horst Wrege (hier eine Aufnahme von 2005) brachte sich in vielfältiger Art ein. Nun ist er im Alter von 86 Jahren gestorben.
OGA-ArchivVereinschef, Funktionär beim Fußballverband, Platzwart: Horst Wrege hat in den vergangenen Jahrzehnten viele Spuren hinterlassen. Am 25. November ist er im Alter von 86 Jahren gestorben.
Die traurige Nachricht überbrachte Bernd Trojanowski. Der langjährige Vorsitzende des Fußballkreises Oberhavel hatte mit Wrege über Jahrzehnte engen Kontakt und würdigte dessen Lebenswerk. „Als Vorsitzender des Jugendausschusses hatte er ganzen Spielbetrieb im Griff. Es war mit ihm eine hervorragende Zusammenarbeit.“
Der Werdegang von Horst Wrege
Der gelernte Schumacher spielte im Nachwuchsbereich in seiner Geburtsstadt Oranienburg. Seine Auftritte für die zweite und dritte Mannschaft der Eintracht bezeichnete er später als „mehr schlecht als recht“. Eine schwere Knieverletzung bedeutete schon 1957 das Ende der Zeit als aktiver Fußballer – und als Schiedsrichter. Als Referee hatte es Wrege damals bis in die Landesklasse geschafft.
Dem Fußball blieb er treu. „Ob Kofferträger oder Platzkassierer: Es gab nichts, was ich nicht gemacht hätte“, heißt es in einem Gespräch vor seinem 80. Geburtstag, den er am 11. Juli 2017 feierte.
1962 wurde Horst Wrege bei der Eintracht Fußball-Sektionsleiter. Mit einer Unterbrechung von zwei Jahren füllte er dieses Amt ein Vierteljahrhundert aus. In dieser Zeit scheiterten die Kreisstädter einige Male nur knapp am Aufstieg in die DDR-Liga. 1989 gab Wrege das Amt aus freien Stücken ab. 25 Jahre seien genug gewesen.
Ein Leben für den Fußball
Im Verein brachte er sich fortan „nur noch“ als Platzwart ein. Seit 1971 (und bis 2002) kümmerte er sich in hauptamtlicher Funktion um den Rasen an der André-Pican-Straße. „Er hat sich ja nicht nur um die Rasenflächen gekümmert, die immer in einem top Zustand waren“, erinnerte sich einst sein langjähriger Weggefährte Helmut Bugiel. „Horst Wrege hat mit dazu beigetragen, dass die komplette Anlage immer sauber und sicher war. Er sorgte für Ordnung und in seiner einmaligen Art auch für das richtige Benehmen der Schüler.“ An manchen Tagen seien 200 Kinder und Jugendliche auf der Anlage gewesen.
Der Nachwuchs lag Horst Wrege ohnehin am Herzen. Jahrzehntelang fungierte er als Vorsitzender des Jugendausschusses, war viele Jahre Platzwart in Sachsenhausen und bis vor einigen Jahren Staffelleiter. In Anerkennung seiner Verdienste für den Nachwuchsfußball wurde Horst Wrege 1997 mit dem DFB-Ehrenamtspreis und 2014 mit der Goldenen Ehrennadel des Fußball-Landesverbandes ausgezeichnet. 2002 wurde er Ehrenmitglied der Oranienburger Eintracht.


