Illegal Müll entsorgt
: Sondermüll einfach am Wegesrand abgekippt

Die verlängerte Wachtelstraße scheint sich von Jahr zu Jahr zu einem immer beliebteren Müllplatz zu entwickeln.
Von
Friedhelm Brennecke
Oranienburg
Jetzt in der App anhören

Entsorgung auf Kosten der Allgemeinheit: Müllhalde in der Feldmark.

Friedhelm Brennecke

Was Passanten jetzt allerdings am Wegesrand, gut einen Kilometer von der Tiergartensiedlung entfernt, entdeckten, toppt alle bisherigen Fälle. Sieben, sicher gut zwei Kubikmeter  fassende weiße Säcke mit Styropor und Dämmmaterialien sowie sieben kleinere, teilweise aufgerissene Säcke mit Bauabfällen und Asbestresten hat jemand dort abgekippt.

Die großen Säcke tragen die Aufschrift „Mineralfaserabfälle, Inhalt kann krebserzeugende Faserstäube freisetzen“. Für den Transport in die Feldmark muss ein Lkw oder mindestens ein großer Anhänger im Einsatz gewesen sein. Steffen Burkhardt, Sachgebietsleiter Ordnungsangelegenheiten in der Oranienburger Stadtverwaltung, bestätigt, dass ihm von dort öfters illegale Müllecken gemeldet  werden. Für die Entsorgung illegaler Abfälle außerhalb geschlossener Ortschaften sei der Landkreis zuständig. Der habe bereits die AWU mit der Beseitigung beauftragt, so Burkhardt. Zeitgenossen, die ihren Müll auf Kosten der Allgemeinheit in die Landschaft kippen, werden nur selten ermittelt. Können sie aber überführt werden, müssen sie neben den Entsorgungskosten noch mit empfindlichen Strafen rechnen.