Immobilien: 40 neue Einfamilienhäuser in Teschendorf geplant

Das Löwenberger Land setzt zwar in erster Linie auf eine Lückenbebauung in den Orten, doch auch komplett neue Baugebiete sind zulässig.
Volkmar ErnstAuf der grünen Wiese bauen, ist eigentlich die zweitbeste Möglichkeit, dennoch aber möglich. Das bestätigte Bauamtsleiter Manfred Telm auf Nachfrage aus dem Publikum. Am Ortsausgang von Teschendorf in Richtung Neuendorf soll auf der linken Seite des Neuendorfer Weges ein neues Wohngebiet mit bis zu 40 Einfamilienhäusern entstehen. Der Eigentümer der Fläche habe einen solchen Antrag gestellt und könne zudem eine positive Stellungnahmen des Landes zu dem Vorhaben vorweisen, auch wenn eben dieses Gebiet nicht im Innenbereich des Ortsteil liege, sondern darauf derzeit noch Getreide stehe. Die prompte Nachfrage, ob ein zweites Baugebiet auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite möglich sei, verneinte Telm jedoch mit dem Hinweis, dass der Neuendorfer Weg die äußere Grenze eines Landschaftsschutzgebietes sei. Darin sind solche Vorhaben nicht erlaubt.
Bauland wir immer knapper
Da Bauland in allen Ortsteilen immer knapper wird, setzten die Kommunalpolitiker zusätzlich auf eine innerörtliche Verdichtung. Vor diesem Hintergrund hatten sich schon die Abgeordneten der vormaligen Legislaturperiode zusammengesetzt, um Bauflächen auszuweisen oder aufzuzeigen, wo in den Ortsteilen gebaut werden kann.
Für die Zulässigkeit von Bauvorhaben ist dabei die Lage des Baugrundstücks von besonderer Bedeutung. Innerhalb von bebauten Ortsteilen, im sogenannten Innenbereich, darf grundsätzlich gebaut werden. Der Außenbereich ist dagegen von einer Bebauung möglichst freizuhalten. Die Abgrenzung der beiden Bereiche ergibt sich aus der tatsächlichen örtlichen Situation. Diese wurde nun mit den vorliegenden Klarstellungs– und Abrundungssatzungen für die Ortsteile Falkenthal, Grüneberg, Teschendorf und Löwenberg im Bauausschuss diskutiert und den Gemeindevertretern zur Festlegung empfohlen.
Dazu hatten sich auch einige Einwohner der benannten Ortsteile eingefunden, und Matthias Ludwig als Chef des Gremiums hatte Fragen zu den Themen auch abweichend von der Einwohnerfragestunde zugelassen. Viele konnten schnell mit einem Blick auf die Karten geklärt werden, so für Grüneberg und Falkenthal, wo ein Bauinteresse vorliegt und die Frage lautete: Geht das an der Stelle? Andere Fragen, wie im Fall von Teschendorf, müssen die Betroffenen in separaten Gesprächen mit der Verwaltung und den Kommunalpolitikern klären. Ein Beispiel ist die Bebauung von Grundstücken am Ende von „Im Hagen“ in den hinteren Teilen der Grundstücke. Dafür wäre eine Erschließung über die verlängerte Straße am Friedhof notwendig. Theoretisch sogar denkbar, wie Bauamtsleiter Manfred Telm sagte, aber einschränkte, keinesfalls einer Entscheidung durch die Verwaltung und die zuständigen Gremien vorgreifen zu wollen.
Fehlendes Interesse
Um das Ausweisen von Bauflächen geht es auch beim zweiten Entwurf des Bebauungsplans für den Triftweg im Ortsteil Löwenberg. Hier hatten ebenfalls die Abgeordneten der vormaligen Gemeindevertretung bei der Suche nach geeigneten innerörtlichen Flächen für den Bereich die Erarbeitung eines B–Plans vorgeschlagen, über dessen Entwurf nun die „neuen“ Abgeordneten zu entscheiden haben.
Die Planungen zeigen allerdings nur auf, was möglich sein könnte. Es sei keine Verpflichtung für die Eigentümer, diese Planungen auch umzusetzen, so der ausdrückliche Hinweis der Kommunalpolitiker. Denn eben das hatten zwei Anwohner im Bereich des Triftweges befürchtet und den Mitgliedern des Bauausschusses mitgeteilt, dass sie keinesfalls eine Bautätigkeit auf dem Areal haben möchten.
Dennoch empfehlen die Mitglieder des Bauausschusses, die Klarstellungssatzungen und auch den zweiten B–Plan für den Triftweg zu beschließen und für eine öffentliche Auslegung vorzubereiten.