Immobilien
: Endspurt für Mehrfamilienhaus in Nassenheide

Die ersten Mieter sollen noch in diesem Jahr einziehen können.
Von
Volkmar Ernst
Nassenheide
Jetzt in der App anhören

Das Haus steht, die Wohnungen sind fast fertig. Gearbeitet wird gerade an der Fertigstellung der Außenanlagen.

Volkmar Ernst

Sozusagen letzte Hand wird an die Gestaltung der Außenanlagen angelegt. Dazu gehören das Anlegen der Zufahrt, der Bau der Nebengelasse, in denen die Mieter beispielsweise ihre Fahrräder unterstellen können, und die Gestaltung der Grünanlagen. Dann kommt auch der Apfelbaum in die Erde, den ein Bauunternehmer der Gewo anlässlich des Richtfestes geschenkt hatte. Er wird derzeit noch in Gransee zwischengelagert, bis er an seinen endgültigen Standort vor dem Haus gesetzt werden kann.

Die Gewo hatte das Vorhaben in Absprache mit dem Löwenberger Land initiiert, um in Nassenheide kommunale Wohnungen anbieten zu können. Zum einen für junge Leute, die sich von zu Hause abnabeln wollen und auf der Suche nach einer ersten, eigenen Wohnung sind. Zum anderen für ältere Semester, die ihren großen Wohnungen oder Häuser gern abgeben wollen, aber eben nicht aus dem Ort wegziehen wollen.

Zehn Wohnungen auf drei Etagen

Die Vorgaben an das Architektenbüro Krüger–Manzke–Werk aus Fürstenberg waren, einen Baukörper zu entwerfen, der modern aussieht und sich dennoch in die Charakter der Waldsiedlung, in der Einfamilienhäuser vorherrschen, einfügt. Auf drei Etagen sollten zehn Wohnungen entstehen: sechs Einzimmerwohnungen, drei Zweiraumwohnungen und eine Dreizimmerwohnung. Wobei auch die Einzimmerwohnungen über ein zweites, kleines Zimmer verfügen. „Wir haben das im Vorfeld untersuchen lassen und feststellen müssen, das kaum jemand mit nur einem Raum zufrieden ist. Die Aussagen waren eindeutig, wenigstens ein zweiter, wenn auch kleiner Raum wird erwartet“, hatte Gewo–Chefin Marion Schönberg die Raumaufteilung schon zum Spatenstich erklärt. Eine weitere Forderung war, dass die Wohnungen barrierefrei sind.

Mit der Fertigstellung und dem Einzug der ersten Mieter rechnet die Gewo noch in  diesem Jahr. „Der Bedarf ist gegeben, wir haben quasi für jede Wohnung schon einen Mieter“, teilt Susann Mietrasch von der technischen Immobilienverwaltung auf Nachfrage mit.

Ob, wie bei der Planung des Vorhabens gleich berücksichtigt, ein zweites Haus gebaut wird, lässt sie offen. „Wir freuen uns, dass unsere Überlegungen richtig waren und wir keinen Probleme hatten, Mieter zu finden. Ob ein zweiter Bau errichtet wird, ist allerdings von verschiedenen Faktoren abhängig. Corona einmal außen vorgelassen, gehört dazu natürlich ebenso, dass wir Prioritäten setzen müssen. Als Gewo engagieren wir und auch in anderen Orten, da werden wir ermitteln müssen, wo die Nachfrage an Wohnungen am größten ist“, so die Fachfrau.