Immobilien in Oranienburg
: Verzögerung beim Hotel-Umbau – so geht’s weiter

Das ehemalige Hotel „An der Havel“ in Oranienburg wird zum Büro-Komplex für den Landkreis. Der Umbau verzögert sich. Die Gründe, Pläne und Kosten.
Von
Alexander Czekalla
Oranienburg
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Baugenehmigung erteilt: nach dem Umbau zum Verwaltungsgebäude wird der Landkreis Oberhavel das ehemalige „Hotel an der Havel“ nutzen. Wann sind die Arbeiten abgeschlossen?

Nach dem Umbau zum Verwaltungsgebäude will der Landkreis Oberhavel das ehemalige „Hotel an der Havel“ nutzen. Was wird der neue Verwaltungsbau bieten? Wie hoch sind die Kosten? Und wann werden die Arbeiten abgeschlossen sein?

Alexander Czekalla
  • Umbau des Hotels „An der Havel“ in Oranienburg zum Verwaltungsgebäude verzögert sich bis 2026.
  • Kampfmittelsondierung nötig, aber keine explosiven Funde – Bauantrag jetzt genehmigt.
  • 11,6 Millionen Euro Kosten – 150 Büroarbeitsplätze und neue Cafeteria geplant.
  • Nachhaltigkeit im Fokus: Fernwärmeanschluss und geplante Photovoltaikanlage.
  • Baustellenbegehung für Presse im September 2024 angekündigt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eigentlich sollten die Umbauarbeiten des ehemaligen Hotels „An der Havel“ zum Verwaltungskomplex bereits 2024 starten. Da jedoch bei der Kampfmittelsondierung Verdachtspunkte gefunden wurden, verzögerte sich der Beginn der Arbeiten. Eine aufwändige Sondierung mittels Bohrlochradar war nötig.

„Nach der Auswertung der Messergebnisse der Radarbohrungen hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes bereits im Mai abschließend bestätigt, dass auf dem Grundstück keine Munition, Granaten, Bomben oder sonstige spreng- und zündfähige Kampfmittel gefunden wurden“, berichtet Mandy Oys, Sprecherin des Landkreises Oberhavel.

Schließlich musste für den Bauantrag eine Kampfmittelfreiheitsbescheinigung eingereicht werden. Nun kann endlich der Innenausbau beginnen. Zuvor wurden kleinere Abrissarbeiten durchgeführt. Was wird der neue Verwaltungsbau bieten? Wie hoch sind die Kosten? Und wann werden die Arbeiten abgeschlossen sein?

Hotel wird Verwaltungsgebäude: Das ist in Oranienburg geplant

Am 27. Juli 2025 wurde die Baugenehmigung erteilt. Die Umbauarbeiten übernimmt der jetzige Eigentümer, die SolWo an der Havel GmbH.

Das neue Gebäude werde es dem Landkreis ermöglichen, „Dienstleistungen bürgerfreundlich zu zentralisieren“. Auch ein Teil der vom Landkreis genutzten Mietobjekte könne dann gekündigt werden.

Das Hotel soll zu einem modernen Verwaltungsgebäude umgestaltet werden. Es bietet zukünftig Raum für 150 Büroarbeitsplätze. „Die Böden bekommen neue Beläge und die Wände neue Anstriche. Erneuert werden auch Elektrik, Wasserleitungen und Datenkabel. Die Fenster erhalten einen Sonnenschutz.“

Außerdem werde die Cafeteria, die sich aktuell im Obergeschoss des benachbarten Hauses 1 befindet, in das neue Verwaltungsgebäude umziehen. „Ziel ist es, das Angebot auch für externe Gäste attraktiver und sichtbarer zu machen“, so Oys.

Gesamtkosten betragen 11,6 Millionen Euro

Mit der SolWo an der Havel GmbH habe der Landkreis „einen Festpreis vereinbart“, der neben dem Grund und Boden sowie dem Bestandsgebäude auch die Kosten für die Durchführung der Bauleistungen beinhaltet. „Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 11,6 Millionen Euro“, bestätigt die Landkreissprecherin. Der Kreistag hatte am 8. Mai 2024 grünes Licht für die Investition gegeben.

Welche Rolle spielt das Thema Nachhaltigkeit beim Umbau des Gebäudes? Da der Landkreis Oberhavel „großen Wert auf Nachhaltigkeit“ lege, werde das Gebäude an das Fernwärmenetz angeschlossen und zu einem späteren Zeitpunkt mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet.

Auf den Einbau einer Klimaanlage wird hingegen verzichtet. Dafür werden die Fenster nach Abschluss der Arbeiten über einen außenliegenden Sonnenschutz verfügen. Dieser soll die Räume vor übermäßiger Erwärmung schützen.

„Das Gebäude wird voraussichtlich im Frühjahr 2026 bezugsfertig an den Landkreis übergeben“, prognostiziert Mandy Oys. Auf telefonische Anfrage kündigte SolWo-Geschäftsführer Senol Ince an, dass ein Pressetermin zur Begehung der Baustelle in der ersten September-Woche geplant sein.