Die Höhe bleibt gleich

Dabei geht es darum, dass auf einem Teil der Tiefgarage Platz bleibt. Deshalb sollen Wohneinheiten als Maisonette-Wohnungen über Erdgeschoss und Souterrain gestaltet werden können, und zwar maximal drei. Formal wird dadurch aus dem dreigeschossigen Gebäude ein Viergeschosser. An dessen Höhe ändere sich nichts, sagte Bauamtsleiter Michael Oleck auf eine Nachfrage von Mathias Münch (FDP), den beunruhigte Anwohner darauf angesprochen hätten. Die Länge des Gebäudes werde sich allerdings ändern und länger als 50 Meter werden.
"Wenn dem nicht zugestimmt würde, dann müsste der Investor eine Lücke zwischen den Gebäuden lassen, was schalltechnisch aber nicht so gut ist", so Oleck. Das Gebäude liegt dicht an den Schienen, und der der Bahn zugewandte Riegel dient zugleich als Lärmschutz für die andere Seite. Die etwas abgeknickt U-förmige Baustruktur ist bereits so in den Plänen vorgesehen.
Die Investor-Firma hat den Bauantrag bei der Unteren Baubehörde schon eingereicht. Im Fachausschuss war darüber eingehend beraten und höchstens drei Wohnungen mit Kellerraumanteil waren befürwortet worden. Klaus-Dieter Hartung (Linke) stimmte zwar zu, dass das Thema zügig bearbeitet werden sollte, kritisierte aber, dass das Protokoll von der Ausschusssitzung nicht abgewartet wurde.

B-Plan intensiv diskutiert

"Wir haben um den B-Plan 48 sehr gerungen und zähe Diskussion geführt", sagte Oliver Jirka (B 90/Grüne), der damals Ausschussvorsitzender war. "Wir sind sehr kritisch, was Höhe, Breite und Nutzung angeht", sagte er für seine Fraktion. "Aber hier ist es anders. Es geht es nur um eine Befreiung für ein konkretes Bauvorhaben eines bestimmten Investors. Das ändert nicht den B-Plan. Das Gebäude hat eine Höhe von zehn Metern, es entsteht ein Doppelgeschoss." Dies führe aber nicht zu schlecht belichteten oder schlecht belüfteten Wohnräumen. Deshalb sei die Änderung für die Grünen unproblematisch. Mit Ausnahme der Linken-Fraktion sahen das die anderen auch so.