Jubiläum: Ein Prosit auf 20 Jahre Fasching

Der harte Kern des Nassenheider Faschings: Gabi Schulze, Lothar Stietz, Silvia Petersen, Lutz-Peter Schild und Dagmar Kuprat (von links) haben die Grobplanung erarbeitet. Im November beginnen die Proben, die bis zum Februar eisern durchgezogen werden.
Volkmar ErnstWiedererkennungsabsicht
Richtige Narren nach rheinischem Vorbild sind die Nassenheider Jecken nicht. Vielmehr verbinden sie das Programm mit Faschingselementen, denn Kostüme sind Pflicht, auch für die Gäste, und nach dem Programm mit gefeiert und getanzt. "Wir wollen einfach etwas für den Ort anbieten. Es soll ein Abend sein, an dem sich die Leute treffen und miteinander feiern. Wir laden dazu auch alle Neu-Nassenheider ein. Denn das ist doch eine gute Möglichkeit, sich kennenzulernen“, so Dagmar Kuprat.
Beim Programm wird die große Politik ausgespart,.dafür aber das Leben im Ort auf die Schippe genommen. Nicht bösartig, sondern anhand wiedererkennbarer Begebenheiten. Dazu gehört der Auftritt von Oma Kuprat und Oma Schulze ebenso wie der der Ärztin Dr. Joghurt Light in Anlehnung an die wahre Dr. Cornelia Jonuleit, die zwei Hunde ihr Eigen nennt, die in der Praxis auch anzutreffen sind. Klar, dass dies auch in den Auftritt von Dr. Joghurt Light einfließt. Dass es dabei keineswegs um Häme geht, versteht sich von selbst, und dass das auch verstanden wird, beweist beispielsweise, dass die Ärztin den Narren für ihren Auftritt einen Kittel spendiert hat.
Ein Knaller sind bei den Auftritten immer die Tanzdarbietungen, sowohl die der Frauen als auch die der Männer, die jedoch separat üben. Doch die Proben dauern meist gleich lang. Der große Unterschied dabei ist, verrät Silvia Petersen, „dass die Männer etwas ungelenkiger sind und deshalb mehr Anleitung brauchen, um die Abfolge der Schritte zu lernen. Das klappt bei den Frauen besser, doch sind die viel verschwatzter. Sie brauchen deshalb mehr Zeit, bevor überhaupt mit den Proben begonnen wird.“
Am Programm wird bereits seit dem Sommer gefeilt. „Da tragen wir die Ideen für die Sketche und Tanznummern zusammen“, so Dagmar Kuprat. Daraus werde dann in der kleinen Runde der Ablaufplan für den Abend entwickelt. Die heiße Übungsphase beginne traditionell am Montag vor dem 11.11. und erstrecke sich bis zur Generalprobe am Freitag vor dem Auftritt.
Gut 25 Mitstreiter gehören dem Ensemble inzwischen an. Da den Überblick zu bewahren und alles ins Laufen zu bringen, ist eine logistische Herausforderung, die erst einmal gemeistert werden muss. Hinzu kommt, dass der Saal eingeräumt und für den Sonntagsfasching der Kuchen gebacken werden muss. „Wenn wir da nicht die Unterstützung der Nassenheider hätten, die Löschgruppe, die anderen Vereine oder die vielen fleißigen Bäcker, dann könnten wir das gar nicht leisten“, bedanken sich die Fünf bei allen Unterstützern und hoffen, auch in kommenden Jahr wieder auf eine tolle Faschingsfeier.
Veranstaltungen und Kartenvorverkauf
Die Faschingsparty mit dem Thema "Best of 20" steigt am Sonnabend, 22. Februar, um 19.19 Uhr im Nassenheider Dorfgemeinschaftshaus. Die drei originellsten Kostüme werden prämiert. Am Sonntag schließt sich von 15 bis 17 Uhr der "Sonntagsfasching" für die reiferen Semester an, die bei Kaffee und Kuchen das Showprogramm erleben können.
Neu in dieser Saison ist, das am Sonntag, 16. Februar, von 15 bis 17 Uhr unter dem Motto "Wovon wir träumen" erstmals ein Kinderfasching angeboten wird.
Die Karten werden auf dem Nassenheider Adventsmarkt am 1.Dezember von 14 bis 17 Uhr angeboten. Der Eintritt für die Veranstaltungen kostet zehn Euro. Beim Kinderfasching werden zwei Euro fällig, Eltern im Kostüm zahlen einen Euro, ansonsten ebenso zwei.⇥veb