Katastrophenschutz
: Feuerwehr übt Einsatz bei Waldbränden

70 Feuerwehrleute haben am Wochenende den Ernstfall geprobt. Simuliert wurde eine Waldbrandeinsatz.
Von
RED
Oberhavel
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Auch die Technik im Einsatzleitwagen wurde auf die Probe gestellt.

privat/Frank Steinbock

Die Waldbrandsaison 2019 hat begonnen. Welch eine Herausforderung ein Waldbrand für die Einsatzkräfte darstellen kann, wurde zuletzt unter anderem bei den Großbränden in Wäldern bei Potsdam und Treuenbrietzen deutlich, zu denen auch etliche Kameraden aus Oberhavel ausrücken mussten. Um auch weiterhin dafür gewappnet zu sein, wurde am Sonnabend in Oranienburg der Ernstfall mit 70 Feuerwehrleuten geprobt. Ziel war es, die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, Technischem Hilfswerk, Ordnungsbehörden, und der Forst optimal zu koordinieren. Angenommen wurde dabei ein Waldbrand im Raum Zehdenick. Bundes– und Landesstraße sind nicht mehr passierbar, Munitionsfunde erschweren die Arbeit. Außerdem läuft eine Feuerfront auf eine Ortschaft zu, die deshalb evakuiert werden muss. Hinzu kam in der Simulation dann noch, dass ein Feuerwehrauto ausgebrannt ist sowie der Funkverkehr und mehrere Löschwasserentnahmestellen versiegt sind.

„Es ist gut und wichtig, eine solche Situation einmal durchzuspielen“, erklärte Kreisbrandmeister Steffen Malucha. „Im Ernstfall sitzen die Handgriffe dann routiniert und wir können wichtige Zeit gewinnen.“ Für die an der Übung beteiligten Einsatzkräfte hatte Malucha dann durchaus Lob übrig. „Trotz aller eingespielten Widrigkeiten haben sie weiter ruhig und besonnen gehandelt.“ Teilgenommen an der Übung hatten vor allem Führungskräfte der örtlichen Feuerwehreinheiten.

Brandschutzdezernent Matthias Rink (CDU) erklärte: „Durch die geringen Niederschläge und Brandenburgs viele Kiefernwälder kann eine solche Gefahrenlage jederzeit auch in Oberhavel auftreten. Es ist uns wichtig, für ein solches Szenario bestmöglich gewappnet zu sein.“