Im Rollstuhl wurde am Sonntag in Grüneberg Reinhilde Huge in die Kirche geschoben. Dort wurde sie am 18. März 1945 konfirmiert. „Damals, gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, war das Land umkämpftes Gebiet, und die Bomber flogen übers Dorf nach Oranienburg und Berlin. Große Angst herrschte bei der Bevölkerung, und man plante, vor der Roten Armee zu fliehen“, so Ruth-Barbara Schlenker, Pastorin im Sprengel Löwenberg-Grüneberg.

Die größte Gruppe wurde 1950 eingesegnet

Die größte Konfirmandengruppe repräsentierten damals und heute die Jubilare, die 1950 eingesegnet worden waren, allerdings von 40 auf 5 geschrumpft. Einige von ihnen sind bis heute treue Mitglieder im kirchlichen Frauenkreis. Unterricht gab es damals noch im alten Grüneberger Pfarrhaus, das 1980 dem Neubau weichen musste. Dort hatten auch die Jubilare von 1955 und 1960 Unterricht bei Pfarrer von Sauberzweig.

Festgottesdienst mit Gedenkurkunde

Die Jubelkonfirmanden bekamen Sonntag im Festgottesdienst eine Gedenkurkunde mit ihrem Konfirmationsspruch, und einige sprachen ihn mit, als er verlesen wurde. „Ein schönes Zeichen, dass er offenbar eine Rolle spielte in ihrem Leben“, freute sich Pastorin Schlenker.
Wegen Corona gab es als Abendmahl Brot und Traube am Spieß und alle waren mit dieser Variante zufrieden. Abschließend gab es eine Einladung zu Kaffee und Kuchen im Gasthaus „zu den drei Linden“, wo nochmal Erinnerungen ausgetauscht wurden.