Kommunalwahl
: Deutsche Post bereitet Probleme

Zwischen 20 und 40 Minuten mussten die Wähler in Nassenheide bis zur Stimmabgabe warten.
Von
Volkmar Ernst
Löwenberger Land:
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Wartende vor dem Wahllokal in Nassenheide

Volkmar Ernst

In einige Wahllokalen mussten zudem zusätzliche Wahlurnen geliefert werden, weil deren Größe für die Papierfülle einfach nicht ausreichte.

Ein anderes Problem, mit dem sich die Löwenberger beschäftigen mussten, war die Unzuverlässigkeit der Post. So waren Briefwahlunterlagen nicht oder falsch zugestellt worden. Statt in der Löwenberger Verwaltung waren einige in Gransee abgegeben worden. Sie wurden abgeholt und, soweit es die Wahlen zur Gemeindevertretung und den Ortsbeiräten betraf, noch am Nachmittag in die zuständigen Wahllokale gebracht.

In Nassenheide musste einem Einwohner die Wahl verweigert werden, da sein Name mit einem Sperrvermerk gekennzeichnet worden war. Ein normales Prozedere, um eine doppelte Stimmabgabe zu verhindern, wie Wahlleiterin Martina Kranich erklärte.  Doch konnte sie nicht einfach den Sperrvermerk aufheben. Da der Wähler glaubhaft nachweisen konnte, keine Wahlunterlagen erhalten zu haben, wurden in Absprache mit dem Kreis seine "alten“ Briefwahlunterlagen für ungültig erklärt und ihm neue ausgehändigt.

Viel Ärger und Arbeit, auf die die Löwenberger Wahlleiterin und ihre Kollegen gern verzichtet hätten. Dennoch fällt ihr Fazit positiv aus. "Abgesehen davon, gab es keine Vorkommnisse.“

Mehr zum Wahlsonntag in Oberhavel finden Sie hier:  https://www.moz.de/landkreise/oberhavel/oranienburg/oranienburg–artikel/dg/0/1/1730997/