Konzert in Oranienburg: Alternative zu Bohlen, Michelle und Reim – Premiere in der Stadt

Konzerte 2024 in Oranienburg: Wer sich nicht für Matthias Reim oder Modern Talking begeistern kann, hat einige Alternativen, darunter eine entspannte Sommer-Premiere. (Symbolfoto der Band „Haute Cuisine“ bei einem Auftritt in Magdeburg)
Christin KüsterWer in Oranienburg statt Dieter Bohlen, Michelle oder Matthias Reim etwas anderes hören beziehungsweise erleben will, bekommt abseits des Mainstreams und Schlagers einiges geboten. Wir verraten, welche musikalischen Höhepunkte es in 2024 noch gibt. Darunter ist eine Premiere für Oranienburg. Verantwortlich für die Veranstaltungen ist die TKO (Tourismus und Kultur Oranienburg).
„Wir freuen uns besonders, in diesem Sommer zum ersten Mal in Oranienburg die Fête de la Musique auszurichten“, sagt Sonja Höschele von der Veranstaltungsabteilung der TKO. Sie findet am 21. Juni statt. 1995 feierte das Festival in Berlin Premiere. Heute gibt es deutschlandweit Ableger dieses bunten, musikalischen Treibens, bei dem alle, die Musik machen, auftreten können.
Sommeranfang in Oranienburg mit Fête de la Musique
In Oberhavel findet das „Fest der Musik“, das jedes Jahr zum Sommeranfang erklingt, bereits seit 2013 in Hennigsdorf statt. Es gibt die Fête zudem in Hohen Neuendorf, Zehdenick, Fürstenberg und seit 2023 in Glienicke. Was 1982 mit der Idee des damaligen französischen Kulturministers Jack Lang, ein paar Stromanschlüssen und viel musikalischem Idealismus in Paris begann, hat sich längst zu einem globalen Ereignis entwickelt. Inzwischen nehmen weltweit über 500 Städte teil.
„Wir haben für unsere Oranienburger Fête schon einige Anmeldungen, auch von lokal bekannten Größen wie der ältesten Boyband Oberhavels, Dalibors Roadschow„, freut sich Sonja Höschele. Ebenfalls mit dabei sind das Duo Samira und Hagen. Bewerbungen aus Berlin liegen vor. Die Idee zur Fête de la Musique kam von Sonja Höschele. Schon lange habe sie dies vorgehabt und hoffe nun, dass bis zum Anmeldeschluss am 31. März 2024 noch zahlreiche weitere Anmeldungen von Künstlern eingehen.
Fête de la Musique 2024 – jeder Musiker ist willkommen
Dabei sei es gar nicht wichtig, ein perfekter Musiker zu sein. Die Fête de la Musique Oranienburg wolle nicht nur die lokale Musikszene feiern, sondern auch allen Musikerinnen und Musikern – egal ob Amateur, Semiprofi oder Profi – eine Bühne bieten. „Nur ein bisschen Mut gehört dazu, sich dem Publikum zu präsentieren„, ermutigt Sonja Höschele.
Auf verschiedenen Bühnen wird zwischen 14 und 22 Uhr in der ganzen Stadt musiziert. Davon befindet sich eine auf dem Vorplatz der Tourist-Information und eine weitere im Oranienwerk. Es spielen Bands und Solo-Musiker. Aber auch Chöre dürfen auftreten. Alle Musikrichtungen von Rock über Pop bis hin zu Jazz und elektronischer Musik sind zugelassen. „Falls wir sehr viele Anmeldungen bekommen, würden wir auch im Schlosspark eine weitere Bühne aufbauen“, sagt Höschele.
Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich, sodass die TKO die Titellisten auf Cover überprüfen kann. Damit kommt auch die Gema zu ihrem Recht. „Eigentlich schade, dass bei einer kostenlosen Veranstaltung auch Gema-Gebühren abgeführt werden müssen“, so Höschele.
„Wenn sich noch Unterstützer finden, könnten wir eventuell eine größere Bühne aufbauen oder noch weitere Tontechniker engagieren“, hofft sie auf Sponsoren. Ansonsten sind auch die Gaststätten in Oranienburg dazu aufgerufen, sich einzubringen. „Wir würden uns freuen, wenn sich Kneipen oder Restaurants mit einer kleinen Bühne vor ihrem Laden beteiligen“, ermuntert Höschele.
Höhepunkte der TKO und Stadt
● Ostern im Schlosspark: Sonntag, 31. März
● Orangefest: Sonntag, 28. April
● Spielefest: Donnerstag, 9. Mai
● Stadtfest: Freitag, 14. Juni, bis Sonntag, 16. Juni
● Fête de la Musique: Freitag, 21. Juni
● Picknick in Weiß: Mittwoch, 3. Juli
● Schlossparknacht: Sonnabend, 24. August
● Zuckertütenfest: Sonnabend, 31. August
● Regionalmarkt: Sonnabend, 28. September, und Sonntag, 29. September
● Weihnachtsgans-Auguste-Markt: Freitag, 13. Dezember, bis Sonntag, 15. Dezember
Selbst ohne Bühne könnten Künstler vor Cafés oder Bars ihre Kunst vortragen. Das macht schließlich den Reiz dieses Festes aus, das von allen für alle gemacht wird. Erklärtes Ziel der Organisatoren: entspannte Atmosphäre, friedliches Miteinander und fröhliche Stimmung – möglichst in der ganzen Stadt. Alle Plätze und Gassen der Stadt sollen mit Musik erfüllt sein – anders als bei einem großen Konzert, wo sich die Besucher vor einer einzigen Bühne drängeln.
Neue TKO-Veranstaltung im Schlosspark Oranienburg
Klein und intim geht es bei den weiteren Veranstaltungen der TKO in diesem Sommer zu. Erstmalig werden die Gartenzimmer im Oranienburger Schlosspark für die „Kleinen Schlossmusiken“ in lauen Sommernächten genutzt. Präsentiert werden diese durch den Verein Musik in Brandenburgischen Schlössern. Bisher fanden im Gartenzimmer „Glaube“ nur Trauungen statt.
Am 24. Mai wird es erst einmal für Klassik-Fans interessant. Um 16 Uhr beginnt die Konzertreihe im Schlosspark Oranienburg mit klassischer Bläsermusik von Mozart im Gartenzimmer „Glaube“. Weitere Klassik-Termine: 19. Juli und 22. August. Für die jüngere Generation gibt es dort ebenfalls ein Angebot: Poetry-Slam am 31. Mai um 19.30 Uhr.

Ein eigenes Logo wurde für den Poetry Slam für die Oranienburger Veranstaltungsreihe entworfen.
KiezpoetenDie aus Berlin bekannten Kiezpoeten präsentieren ein Literatur-Programm. „Die Kiezpoeten bringen ein buntes Line-up aus Profis und Newcomern auf die Bühne. Hier kann alles passieren: von politischen Themen bis zu leichter Unterhaltung, von Reim-Feuerwerk bis Schenkelklopfer“, wirbt die TKO in ihrem Veranstaltungskalender. „Bei Regen werden die Veranstaltungen in die Orangerie verlegt“, so Sonja Höschele. Am 13. September soll es einen zweiten Poetry-Slam geben.

