Landwirtschaft
: Preise für Ackerland in Oberhavel ziehen wieder an

Oberhavels Bauern können sich einen Flächenkauf nicht mehr leisten. Die Großindustrie kauft das Ackerland und verpachtet es.
Von
Burkhard Keeve
Oranienburg
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Ralph Wittwer führt die Geschäfte des Kreisbauernverbands Oberhavel.

Marco Winkler

Die Kaufpreise für landwirtschaftliche Flächen haben seit 2005 rasant an Fahrt aufgenommen, sehr zum Leidwesen der heimischen Landwirte. Die Kaufpreise sind in den vergangenen Jahren fast um das Vierfache angestiegen. Vor 15 Jahren wechselte der Hektar Ackerland für 3 133 Euro den Besitzer. Besitzer, die in der Regel das Land auch bewirtschaften wollten. Heute sieht das anders aus. „Es sind vor allem Nicht–Landwirte, die die Flächen kaufen“, sagt Ralph Wittwer, Geschäftsführer des Kreisbauernverbands Oberhavel. „Großindustrielle treiben die Preise nach oben. Sie kaufen das Land, um ihr Geld zu parken“. Die Bauern selbst könnten da nicht mithalten. „Sie haben nicht das Geld dafür. Außerdem sind 11 100 Euro einfach nicht wirtschaftlich“, so Wittwer weiter. Das teuer gekaufte Land werde zwar in der Regel weiter verpachtet, „aber eben auch zu entsprechend höheren Pachtpreisen“, erläutert Wittwer die Preisspirale.

Laut Statistik wurden in Brandenburg 2019 insgesamt 2 497 Verkäufe landwirtschaftlicher Grundstücke erfasst. Damit ist die Anzahl der Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben.