Logische Konsequenz: Start der Tourismuslinie 832 verschoben

Der Tourismusbus steuerte auch den Tierpark Germendorf an, der damit einen direkten Anschluss bekam.
Eva EismannMit der in Eigenregie finanzierten Linie sollten touristische, gastronomische und kulturelle Anlaufpunkte wie der Tierpark Germendorf, Schloss Schwante sowie Scheunenviertel und Spargelhof in Kremmen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar gemacht werden. Zwischen 700 und 900 Menschen fuhren im Schnitt pro Monat in jeweils eine Richtung.
Auch die OVG zeigte sich begeistert. Andreas Ernst, Geschäftsführer der Oberhavel Holding, empfahl die Wiederholung in diesem Jahr, mit der Aussicht, sie 2022 als festes Angebot im Nahverkehrsplan zu verankern. Die Bürgermeister und Abgeordneten der beteiligten Kommunen Oberkrämer, Kremmen und Oranienburg sowie Unternehmer gaben schon das Geld für die Fortsetzung frei. Dann kam das Coronavirus.
War der Saisonstart ursprünglich für den 10. April geplant, wird dieser nun nach hinten verschoben. „Die an der Finanzierung der Linie beteiligten Kommunen und Unternehmer sind nun übereingekommen, dass ein Start der Buslinie zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll ist“, heißt es in einer Mitteilung aus Oberkrämers Verwaltung.
Oberkrämer war Initiator der Linie. „Mit der Verordnung des Landes zur Eindämmung des Coronavirus sind weitreichende Maßnahmen zur Kontaktreduzierung beschlossen worden; viele Stellen, die mit der Linie erreicht werden sollten, sind derzeit für den Publikumsverkehr geschlossen.“ Dazu zählen der Tierpark Germendorf und das touristische Angebot des Spargelhofs. Auch für Reisende vom Land in die Stadt Oranienburg lohnt es sich dank Schlosspark– und weitere Schließungen kaum, den Weg dorthin anzutreten. Ganz abgesagt ist die Linie 832 damit aber nicht. „Sobald absehbar ist, dass sich die Lage normalisiert, möchten sich die Akteure erneut in Abstimmung mit der Oberhavel Holding zu einem möglichen späteren Start der Linie verständigen.“