Luise Müller heißt die Gewinnerin der fünften Integrativen Märchenwoche in Oranienburg. Am vergangenen Freitag wurde sie in der Stadtbibliothek ausgezeichnet. Zweite wurde Sophie Amelie Graetz und Wiebke Rutsch belegte den dritten Platz. Das teilte die Oranienburger Stadtverwaltung am Montag mit. Ihre Geschichte „Wenn Träume wahr werden“ erzählt Müller aus der Perspektive einer Rollstuhlfahrerin. Die Jury lobte die Erzählung als „unverkrampft, voller Empathie und ohne Klischees.“

Geschichten über Igel und Hunde

Amelie Graetz nahm für ihre Geschichte „Schnuff hat Hunger“ die Perspektive eines Igels ein. Der Text handelt von der Suche des Igels nach einem neuen Zuhause. Die Idee kam ihr, nachdem sie eine Dokumentation über Igel gesehen hatte.
Im Text „Schattenjäger“ von Wiebke Rutsch gerät ein kleiner Hund in einen harten Revierkampf. „Rutsch gelingt es, die Spannung der Geschichte bis zum Schluss aufrecht zu erhalten“, urteilte die Jury.
Trotz der Corona-Beschränkungen konnten die drei Preisträgerinnen persönlich und vor Publikum ausgezeichnet werden. Zuvor fanden insgesamt sechs Schreibwerkstätten und 18 Begegnungen mit Autorinnen und Autoren statt, darunter fünf öffentliche Lesungen.