Leider müsse er mit seinen Fans ein paar unerfreuliche News teilen, vermeldete Matthias Reim am 24. August. „Auf Anraten meiner Ärzte“ sagte der Schlagerstar drei bis Ende des Monats anstehende Konzerte ab. Medien berichteten von einer Stimmbandreizung. Seither verfolgten Schlagerfans aus Oranienburg und Umgebung gespannt die Entwicklungen, schließlich sollte der 64-Jährige am Sonnabend, 3. September, in der Kreisstadt von Oberhavel auf der Bühne stehen.
Lange sah es gut aus. „Die Heilungsprognose ist gut, sodass alle weiteren Sommertermine bestehen bleiben wie geplant“, hieß es tagelang auf dem Facebook-Account des Künstlers. Auch Veranstalter Semmel Concerts Entertainment GmbH bewarb die Veranstaltung.

Reim in intensiver Behandlung

Bis zum späten Donnerstagabend (1. September). Da reagierte Semmel-Concerts: „Liebe Fans, wir müssen Euch leider mitteilen, dass sich der Gesundheitszustand von Matthias Reim in den letzten Tagen verschlechtert hat.“ Der Künstler habe sich am Donnerstagabend „in intensive ärztliche Behandlung“ begeben müssen. „Neben seiner Stimmbandentzündung haben sich weitere, ernstere Probleme ergeben, die eine längerfristigen Behandlung erfordern und mehrere Wochen in Anspruch nehmen werden.“ Schweren Herzens müssten daher alle restlichen Konzerte im September und Oktober abgesagt werden. „Mögliche Verlegungstermine werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben.“

Was passiert mit den Karten?

Für Karteninhaber gibt es zwei Szenarien. Wird die Veranstaltung verlegt, behalten die Tickets ihre Gültigkeit. Entfällt das Konzert ersatzlos, „ist der Anspruch auf Rückerstattung des Ticketkaufpreises spätestens binnen 30 Tagen nach dem entfallenen Veranstaltungstermin gegenüber dem jeweiligen Vertriebspartner geltend zu machen“.

Konzert in Cottbus abgesagt

Von der ersten Absage betroffen waren die Konzerte in Gera (26. August) und Nürnberg (31. August). Pech hatten zuletzt auch die Fans in der Lausitz. Dreimal schon ist ein geplantes Konzert von Matthias Reim in Cottbus abgesagt worden – zuletzt am Sonnabend, 20. August. Begründung: „akute Entzündung der Stimmbänder“, hieß es auf der Website des Tour-Managements. Die Entzündung habe sich bereits während des Konzerts in Weißenfels (Sachsen-Anhalt) angekündigt und „in den Stunden nach dem Auftritt verschlimmert“. „Dem Rat des Arztes, Matthias' Stimme zwingend zu schonen, müssen wir folgen“, teilte das Management weiter mit. Daher sei ein Konzertauftritt in Cottbus leider unmöglich.
Einen Ersatztermin gibt es schon.
Auf der Facebook-Seite des Konzert-Managements von Matthias Reim wünschten Fans dem Schlagerstar – der 1990 mit „Verdammt, ich lieb' Dich“ 16 Wochen die deutschen Singlecharts anführte – gute Besserung. In die Genesungswünsche mischen sich nachdenkliche Stimmen. „Er sollte aufhören, sich zu beweisen und an seine Gesundheit denken. Er ist ein toller Musiker, und ich liebe seine Musik, aber weniger ist mehr“, schrieb eine Kommentatorin.

Stahlzeit in Oranienburg

Im Oranienburger Schlossinnenhof liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Stadt hatte mit diesen Maßnahmen jedoch nichts zu tun. „Wir vermieten nur die Fläche“, berichtete Stadtsprecher Sebastian Welzel.
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Die Aufbauarbeiten im Schlossinnenhof waren aber nicht umsonst. „Freitag kommt Stahlzeit mit der Rammstein-Tribute-Show“, erinnert Welzel an einen weiteren Höhepunkt an diesem Wochenende. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Die Veranstalter versprechen ein „gigantisches und einzigartiges Live-Erlebnis“, nicht nur für Rammstein-Fans. Auf ihrer „Schutt und Asche“-Tour lassen die brachialen Musiker Schweiß, Feuer und brutale Sounds in der Stadt.
Der Kartenverkauf wird durch das Unternehmen CTS Eventim AG abgewickelt.