Die Diskrepanz bei den Übertragungsraten hängt nach Auskunft der Telekom mit den unterschiedlichen Frequenzbereichen zusammen, die für die Verbreitung der Mobilfunkdaten genutzt werden. In den Städten funkt die Telekom in sehr hohen Frequenzbereichen von 3,6 Gigaherz. Hohe Frequenzen ermöglichen höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Allerdings sind die Reichweiten begrenzt. Deshalb geht die Telekom auf dem Land auf 2,1 Gigaherz herunter, um bei der Versorgung größere Reichweiten zu erreichen. Das geht zu Lasten der Geschwindigkeit. "Das Prinzip ist bereits vom LTE-Ausbau bekannt: Hier werden Frequenzen mit großer Reichweite vor allem für die Flächenversorgung genutzt. Frequenzen mit kürzeren Reichweiten spielen ihre Stärken im städtischen Umfeld aus und sorgen so für die gleichzeitige Versorgung sehr vieler Kunden und für noch höhere Geschwindigkeiten", erklärt das Unternehmen.
Auch LTE (4G) soll durch den neuen 5G-Standardeinen Schub erfahren. "Kunden erhalten ein weiteres Frequenzband für die Nutzung von LTE und somit mehr Bandbreite. Durch den Einsatz des sogenannten Dynamic Spectrum Sharing (DSS) wird zusätzliches Spektrum für LTE-Kunden bereitgestellt. Dadurch surfen auch sie noch schneller als bisher", verspricht die Telekom.
Die 58 umgerüsteten Mobilfunkstationen in Oberhavel erkennen nach Auskunft des Anbieters nun, "ob sich ein LTE- oder 5G-Handy in ihrer Funkzelle aufhält und versorgen das Handy je nach Bedarf. Auch ältere Mobilfunkstandards wie GSM und UMTS werden weiterhin bedient".
In welchen Orten das 5G-Netz genutzt werden kann, ist unter www.telekom.de/netzausbau abrufbar.