Müllberg
: Bauschutt illegal auf Feldweg bei Germendorf entsorgt

Jagdpächter entdeckt Säcke mit Styropor und Baumaterialien auf einem Wirtschaftsweg.
Von
Volkmar Ernst
Germendorf
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  • Mehrere Säcke mit Dämmstoffen wurden am Wegesrand einfach entsorgt.

    Mehrere Säcke mit Dämmstoffen wurden am Wegesrand einfach entsorgt.

    Volkmar Ernst
  • Germendorf, Müll am Wirtschaftsweg Richtung Schleuse Friedenthal Germendorf, Müll am Wirtschaftsweg Richtung Schleuse Friedenthal

    Germendorf, Müll am Wirtschaftsweg Richtung Schleuse Friedenthal Germendorf, Müll am Wirtschaftsweg Richtung Schleuse Friedenthal

    Volkmar Ernst
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„Wer macht so etwas und warum?“, fragt der Pächter fassungslos. Angst hat er insbesondere davor, dass sich die Müllberge schnell vermehren, denn entdeckt hat er die Abfälle schon vor geraumer Zeit. „Die Ablagerungen sind uns bekannt. Sie wurden aufgenommen und ein Entsorgungsunternehmen mit der Entfernung beauftragt“, bestätigt Ivonne Pelz, Pressesprecherin beim Landkreis, auf Nachfrage. Sie geht davon aus, dass der Müll demnächst beseitigt wird. Dabei würde es sich keinesfalls um Einzeltaten handeln, sondern um ein generelles Problem, das seit geraumer Zeit zunehme. Allein in diesem Jahr seien bis zum 24. August 260 solcher illegalen Abfallablagerungen gemeldet worden. Dazu würden ebenso die herrenlosen Abfälle zählen, die durch die Kommunen, die Straßenbaulastträger und die Forstbehörde eingesammelt und an den öffentlich–rechtlichen Entsorgungsträger, also den Kreis, übergeben werden. Die Palette reiche von teerhaltigen Abfällen und Asbest bis hin zu Elektrogeräten. Zwischen 620 und 660 Tonnen kämen da zusammen, so die Pressesprecherin weiter.

Rund 100 000 Euro kostet pro Jahr deren Entsorgung. Zu zahlen habe dafür die Allgemeinheit. Denn der Gesetzgeber schreibe vor, dass die Kosten für die Entsorgung des illegalen Mülls auf die Abfallgebühren umgelegt werden.

Wer Müll am Wegesrand entdeckt, kann ihn über das Maerkerportal der Kommunen oder auch mit dem Formular der unteren Abfallwirtschaftsbehörde (uAWB) auf der Internetseite des Landkreises melden, so der Hinweis von Ivonne Pelz. Doch auch eine formlose E–Mail oder ein Brief würden an die zuständigen Stellen weitergeleitet.