Nahverkehrskonzept
: Neue Holding als Betreiberin für Stadtbuslinie im Gespräch

Das Nahverkehrskonzept liegt vor. Zur Diskussion steht auch eine Stadtbuslinie, die möglicherweise von der neuen Holding betrieben werden könnte.
Von
Klaus Grote
Oranienburg
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Überfüllte Busse zwischen Bahnhof und Gedenkstätte haben die Diskussion um das Nahverkehrsangebot in der Kreisstadt neu entfacht.

Klaus D. Grote

Die Sternsingergruppe, die vergangene Woche in der Straße der Einheit von einem verspäteten und überfüllten Bus stehengelassen worden war, hat die Diskussion über das unzureichende Nahverkehrsangebot in der Kreisstadt neu entfacht. Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) kündigte nun das neu erarbeitete Nahverkehrskonzept für Oranienburg an, das am 29. Januar im Bauausschuss erstmals diskutiert werden soll.

„Wir wollen eine Taktverdichtung der Buslinien erreichen und dabei auch klären, ob zusätzlich ein Stadtbus eingerichtet werden soll“, sagte Laesicke. Denkbar wäre eine Linie, die die Innenstadt mit den Ortsteilen in regelmäßigem Takt direkt verbindet. Laesicke schloss dabei nicht aus, dass die Stadt diese Linie selber oder mit anderen Kommunen gemeinsam betreibt. Die zu Jahresbeginn gestartete Oranienburg Holding könnte dann auch zum Verkehrsbetrieb werden.

Ebenfalls im Konzept genannt werden besser aufeinander abgestimmte Takte, um das Umsteigen zu erleichtern, ein Rufbus und eine sogenannte Tangentialverbindung Süd. Grundlage für das Konzept seien die in drei öffentlichen Workshops entwickelten Ideen, sagte Laesicke. Noch unklar ist, wie die Gedenkstätte Sachsenhausen besser angebunden wird. Die Forderung besteht bereits lange, es war wegen überfüllter Busse zum Streit zwischen Gedenkstätte und Kreisverwaltung gekommen. Die Stadtverwaltung brachte alle Beteiligten zusammen an einen Tisch.

Die Gespräche würden weiter laufen, sagte Laesicke. Der Kreis könne sich eine Taktverdichtung auf der Linie 804 (nach Malz) vorstellen. Denkbar sei  auch eine Taktverdichtung auf der 805 (nach Schmachtenhagen), um Besucher über den Heinrich–Grüber–Platz zur Gedenkstätte zu bringen. Das war von der Leitung bislang strikt abgelehnt worden. Laesicke ist zudem dafür, den 804er nicht mehr durch die Straße der Nationen fahren zu lassen, um die Anwohner vom Linienbusverkehr zu entlasten. Besucher könnten auch an der Straße der Einheit ein– und aussteigen. Problematischer sei es, eine Alternativlösung für die vielen Reisebusse, die am Schäferweg parken, zu finden.