Natur: Trockenheit sorgt für hohe Brandgefahr in Oberhavel

Viel Sonne, wenig Regen, trockenes Laub und Gras – das lässt die Waldbrandgefahr in Brandenburg steigen. Ein erstes Feuer hat es in diesem Jahr bereits bei Teschendorf gegeben. Dort geriet eine Weide in Brand.
Patrick PleulErste Brände gelöscht
Die momentane Trockenheit hat bereits für den ersten Flächenbrand im Löwenberger Land in dieser Saison gesorgt. Nach Angaben der Polizei gingen am Donnerstagnachmittag gegen 15 Uhr bei Teschendorf 500 Quadratmeter Grasland in Flammen auf. Der Brand am Triftweg wurde durch Feuerwehrleute aus Teschendorf, Löwenberg und Oranienburg gelöscht. Die Polizei hält eine Selbstentzündung für unwahrscheinlich und ermittelt zum Verdacht der Brandstiftung. Im Löwenberger Land und im Liebenwalder Raum kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Wald– und Wiesenbränden. Ein Brandstifter wurde bislang nicht ermittelt. Die betroffenen Kommunen haben 15 000 Euro Belohnung ausgesetzt.
Ob der aktuelle Brand auf das Konto eines Feuerteufels geht, ist allerdings unklar. Möglich ist auch fahrlässige Brandstiftung durch eine achtlos weggeworfene Zigarette.
Die Trockenheit hat auch Folgen für die Straßenbäume, die jetzt wieder austreiben. Die Gemeinde Mühlenbecker Land bittet deshalb die Einwohner, bei der Bewässerung zu helfen. „Die Gemeindearbeiter sind im Dauereinsatz, dennoch reichen die Wassergaben für die zahlreichen Straßenbäume nicht aus“, sagt Marco Schultze vom Grünordnung in Mühlenbeck. Deshalb sollen Anlieger den Bäumen vor ihren Grundstücken regelmäßig ein paar Eimer Wasser geben. „Schon zehn Liter Wasser am Tag helfen, damit die oberflächennahen Wurzeln nicht absterben“, erklärt Rita Ehrlich.