„Blätter statt Lametta“ war das Motto der diesjährigen letzten Aktion der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) am Sonntag in Briese. Unterstützt wurden die Mitglieder der Schutzgemeinschaft vom Briesetalverein Birkenwerder und der Jagdschule Oberhavel, die ihren 25. Geburtstag feiert und gleich 100 Bäume sponserte.
„Wir freuen uns sehr über die Unterstützung der Jagdschule. Jäger sind Naturschützer mit Diplom“, so Dirk Hartung, der sich bewusst ist, dass diese Ansicht nicht überall auf Zustimmung stößt. Er selbst hat einen Jagdkurs belegt, um mitreden zu können, was für Wissen Jungjägern vermittelt wird. „Ich bin geradezu verblüfft, wie nachhaltig, weitgreifend und verantwortungsbildend diese Ausbildung ist und kann nur empfehlen, dass viele solch einen Kurs belegen, um Meinung mit Wissen zu unterfüttern.“

Erstaunt über große Resonanz

Insgesamt wurden im Briesetal 1.300 Rotbuchen unter alte Kiefernbestände gepflanzt, um den Wald in Zukunft klimastabiler zu machen. „Auch nach Corona werden uns die alten Probleme nicht verlassen haben“, sagte Richard Bergmann, einer der Organisatoren. Die Waldschützer waren erstaunt über die große Resonanz, als sie zu dieser Pflanzaktion aufriefen. Mehr als 80 Teilnehmer fanden sich mit Maske pünktlich um 10 Uhr im Wald ein, hielten Abstand – und zusammen.

Förster leiten Teilnehmer an

Familienweise buddelte man Löcher in den Waldboden, angeleitet durch Henry Repkow, Leiter der Oberförsterei Borgsdorf, und die Revierleiterin von Briese, Annika Gammelin. Mit viel Eifer wurden die etwa 30 Zentimeter hohen Sprösslinge in den Boden gebracht. Dirk Hartung, Vorsitzende der SDW Oberhavel, dankte für die gute Zusammenarbeit mit der Forst. „Es ist an einem Sonntag ungewöhnlich, noch dazu noch am dritten Advent, dass in Deutschland eine Behörde mit solchem Engagement auf die Bürger zugeht.“