Nur noch digital
: Vodafone stellt analoges Fernsehen ab

Kabelanbieter Vodafone stellt bis in vielen Orten Oberhavels im März den analogen TV-Empfang ab.
Von
Burkhard Keeve
Oberhavel
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Auch um digitales Fernsehen zu empfangen, ist vorher ganz analoge Handarbeit notwendig, um zum Beispiel Glasfaser-Kabel mit farbigen Einzelsträngen zu sortieren.

Peter Kneffel

Jetzt hat Vodafone für die Region angekündigt, am 12. März unter anderem in Birkenwerder, Brieselang, Glienicke, Hennigsdorf, Hohen Neuendorf, Leegebruch, Oranienburg, Schildow und Schönfließ auf Volldigitalisierung umzuschalten, und die analogen TV- und Radiosender in den Ruhestand zu schicken.

Betroffen von der Umstellung sind sukzessive alle Kabelfernsehhaushalte in Deutschland, die ihr Kabelsignal ausschließlich analog empfangen. Das betrifft vor allem Besitzer älterer TV-Geräte. Neuere Fernseher haben das Empfangsteil für digitales Kabelfernsehen (DVB-C) in der Regel bereits integriert.

In den meisten Fällen koste die Umstellung auf digitales Kabelfernsehen nichts, teilt die Verbraucherzentrale mit. Sowohl die Öffentlich-Rechtlichen als auch die großen Privatsender seien digital bis mindestens Ende 2022 ohne Aufpreis zu empfangen.

Wer kein digitales Empfangsgerät (Fernseher mit DVB-C-Tuner beziehungsweise Kabelreceiver) besitzt, kann seinen Fernseher mit einem Empfangsteil für digitales Kabelfernsehen fit machen. Nach Auskunft der Verbraucherzentrale (VBZ) gibt es DVB-C-Kabelreceiver im Handel ab etwa 40 bis 50 Euro. Sie gibt zudem noch einen Tipp: Auch wenn Medienberater der Kabelnetzbetreiber zum Abschluss eines neuen und meist teureren Kabelvertrags raten: Ein neuer Vertrag mit dem Kabelanbieter sei durch die Analogabschaltung nicht notwendig, so die Verbraucher-Schützer.

Neben dem Kabelanschluss könne das Fernsehprogramm auch über Satellit und DVB-T2 (Antennenfernsehen) empfangen werden, auch ein Umstieg auf IPTV (Fernsehen über Internet) oder Streamingdienste sei möglich, so die VBZ. (bu)