Offene Schultür: Auf der Suche nach einer Entscheidung

Nehmen das Angebot am LHG unter die Lupe: die elfjährige Leny und ihr Vater Martin Thomas aus Bergfelde
Burkhard KeeveBenedikt Feit kommt aus Hohen Neuendorf. Das Pendeln nimmt er in Kauf, genauso wie das frühe Aufstehen. Als Mathe- und Physikfan hat ihn zu Beginn seiner Laufbahn als Gymnasiast das Angebot der naturwissenschaftlichen Fächer am LHG besonders angesprochen. „Ich wurde nicht enttäuscht.“ Außerdem gefällt ihm „die Atmosphäre und der freundliche Umgang miteinander. Hier kann jeder offen über alles reden“, so der 17-Jährige. Er betont, dass der Titel „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ nicht nur ein Aushängeschild sei, sondern „auch im Alltag gelebt wird“. Der einzige Kritikpunkt an der Schule bestehe für ihn in der zur Zeit nicht aktuellen digitalen Ausstattung. Manche Software stamme aus dem Jahr 2003. „Aber da sind wir dran“, sagt Benedikt Feit, der auch stellvertretender Schülersprecher ist.
In einer Klasse, dem Matheraum, warten am Sonnabend erste kniffelige Aufgaben, Gesprächspartner und Spiele auf die Schüler von morgen. Dort schauen sich auch die elfjährige Leny und ihr Vater Martin Thomas aus Bergfelde um. Die Sechstklässlerin will überprüfen, ob es am LHG auch ihre „Lieblingsfächer Mathematik und Musik gibt. Ich spiele Klavier und will einmal Ärztin werden“, sagt sie selbstbewusst. Eine Entscheidung, ob es das LHG ist, das sie nach den Sommerferien besuchen wird, ist aber noch nicht gefallen. „Auch die Wohnortnähe spielt eine Rolle“, sagt ihr Vater. „Doch am Ende entscheidet Leny.“
