Orafol in Oranienburg: 235 Millionen Euro für den Ausbau, das sind die Pläne

Unternehmenschef Holger Loclair kann Wachstum für Orafol vermelden. Nicht nur am Stammwerk in Oranienburg wird es Investitionen geben.
Klaus D. Grote- Orafol plant bis 2030 Investitionen von 235 Mio. Euro am Stammsitz Oranienburg.
- Geplante Halle 14: Grundsteinlegung im Mai 2026, Inbetriebnahme Ende 2027.
- Etwa 50 neue Arbeitsplätze erwartet, aktuell arbeiten dort knapp 1300 Menschen.
- Roadmap 2030 soll Wettbewerbsfähigkeit sichern und den Standort Deutschland stärken.
- Globaler Ausbau vorgesehen – LOI für ein Werk nahe Seoul über mehr als 60 Mio. US-Dollar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sinkende Konsumausgaben, steigende Inflation, Lieferkettenstörungen und Sorgen durch hohe Energiekosten: In Krisenzeiten dominieren negative Nachrichten aus der Wirtschaft. Prognosen über eine drohende Rezession prägen den Markt.
Ein Unternehmen aus Oranienburg hält dagegen. Nichts mit Sparzwang! Die Orafol Group sendet in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein ganz anderes Signal. Expansion und Innovation stehen im Fokus.
In einer Mitteilung unter dem Titel „Roadmap 2030 - Zukunft gestalten“ wurde am Mittwoch (15. April) eine millionenschwere Investitionsoffensive für die Jahre 2026 bis 2030 angekündigt. Von weltweiten Erweiterungsprojekten ist die Rede.
Investition in Oranienburg: Orafol setzt auf Wachstum
Der weltweit führende Spezialist für selbstklebende Grafikfolien, reflektierende Materialien und Industrieklebebänder habe Investitionen für weitere fünf Jahre bis 2030 beschlossen. Die Pläne sehen vor, 235 Millionen Euro am Stammsitz in Oranienburg zu investieren. Wofür genau, wurde nicht bekannt. Klar ist jedoch: Für Mai 2026 ist die Grundsteinlegung für den Produktionskomplex Halle 14, die Ende 2027 in Betrieb gehen soll, geplant. Dafür waren bislang rund 40 Millionen Euro veranschlagt worden. Es ist davon auszugehen, dass dadurch etwa 50 neue Arbeitsplätze entstehen.
Das Stammwerk in Oranienburg (dort arbeiten knapp 1300 Menschen) ist das Herz der weltweit aktiven Orafol-Gruppe. Mit der Investitionsoffensive will Orafol-Chef Dr. Holger Loclair genau das deutlich machen. „Der Stammsitz ist der Dreh- und Angelpunkt eines Unternehmens.“ Das sei auch bei Orafol so – ungeachtet dessen, dass die Unternehmensgruppe auch international kontinuierlich wachse.
„Damit unterstreicht das Technologieunternehmen in der Heimatregion seine Rolle als verlässlicher Partner für die dort ansässigen Partnerfirmen und als Wachstumsmotor“, heißt es in der Mitteilung, die Sprecherin Elke Beune (Director Global Corporate Communications) versendete.
Orafol Roadmap 2030: Wachstum und globale Expansion
Orafol hatte bereits im Jahr 2025 Investitionen in Höhe von 150 Millionen Euro für den Zeitraum bis 2027 angekündigt. Nun legt der Konzern nach. „Durch diese deutliche Erweiterung der Investitionspläne für die Jahre 2028, 2029 und 2030 sendet das Unternehmen ein starkes Signal für langfristige Sicherheit“, heißt es nun. Dabei gehe es nicht nur um die eigenen Marktaktivitäten, sondern auch um den Industriestandort Brandenburg und die Beschäftigten des Unternehmens.
Die Roadmap sei „Ausdruck der Notwendigkeit für Orafol, kontinuierlich in neuentwickelte nachhaltige Technologien zu investieren“, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und auszubauen. Keine neuen Aussagen. Schon in der Vergangenheit wurde immer wieder betont, dass es fundamental wichtig sei, „dass gerade auch die sehr gute internationale Entwicklung unsere Marktposition sichert und damit auch alle Arbeitsplätze in Deutschland“.
Die neuen Investitionen begründet Orafol-Chef Dr. Holger Loclair nun so: „Die Roadmap 2030 ist Ausdruck meines Optimismus. Sie ist ein Bekenntnis zu unserem Heimatstandort in Deutschland.“ Es gehe um langfristige Sicherheiten für die Beschäftigten am Stammsitz in Oranienburg. Die Orafol Roadmap stärke entlang der gesamten Wertschöpfungskette die Planungssicherheit für die Technologie- und Entwicklungspartner des weltweit aktiven Familienunternehmens – „insbesondere in einem herausfordernden Marktumfeld, sorgt dies für Stabilität“.
Orafol baut Produktionswerk in der Region Seoul
Gleichzeitig hätte sich das Unternehmen (17 Tochtergesellschaften, 3000 Beschäftigte auf fünf Kontinenten) eine Stärke erarbeitet, „unser Wachstum parallel auch global mit Investitionen weiter konsequent zu verfolgen“. Der Chairman & CEO der Orafol Group betont: „Beides ist entscheidend für unseren Anspruch, einer der Marktführer zu bleiben.“
Um dieses Ziel zu erreichen, sind zusätzliche globale Erweiterungsprojekte in den Vertriebsregionen Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik geplant. Aus der Mitteilung geht hervor, dass am 2. April am Stammsitz feierlich ein „Letter of Intent (LOI)“ an Vertreter der koreanischen Provinz Gyeonggi übergeben wurde. Dieser sieht eine Investition von mehr als 60 Millionen US-Dollar für die erste Ausbaustufe eines Produktionswerks in der Region Seoul vor.



