Angriff an der A111
: Lkw-Fahrer bei Messerangriff lebensbedrohlich verletzt

UPDATE 9.9.: An der Autobahn A111 zwischen Berlin und Hennigsdorf wurde ein Mann mit Stichverletzungen gefunden. Jetzt äußert sich die Staatsanwaltschaft.
Von
Marco Winkler
Hennigsdorf
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Polizei Symbolfoto: ARCHIV - 22.03.2024, Brandenburg, Trebbin: Der Schriftzug „Polizei“, aufgenommen während einer Verkehrskontrolle an der Berliner Straße. (zu dpa: «Lastwagen voller Hühner kommt von A 23 ab - Sperrung») Foto: Soeren Stache/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

An der Autobahn A111 zwischen Berlin und Hennigsdorf kam es zu einem Einsatz der Polizei. Ein Lkw-Fahrer wurde mit einem Messer lebensbedrohlich verletzt.

Soeren Stache/dpa

Zu einem größeren Polizeieinsatz kam es am Sonnabend (7. September) an der Autobahn A111 bei Hennigsdorf. Auf einem Rastplatz wurde ein Lkw-Fahrer mit einem Messer angegriffen. Die Autobahn musste für mehrere Stunden gesperrt werden.

Die zuständige Autobahnpolizei hielt sich mit Informationen zurück. Auf Nachfrage wurden am Sonntag der Polizeieinsatz und die gesperrte Autobahn zwar bestätigt. Mehr war jedoch nicht zu erfahren. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin habe die Pressehoheit übernommen. Dort war am Sonntag noch niemand zu erreichen.

Autobahn A111 nach Polizeieinsatz über Stunden gesperrt

Erste Medien berichteten von einem Mann mit Stichverletzungen. Der schwer verletzte Mann soll noch vor Ort notversorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht worden sein, um dort notoperiert zu werden. Für die Spurensicherung sperrte die Polizei die Autobahn zwischen der Berliner Stadtgrenze und Hennigsdorf am späten Abend über mehrere Stunden.

Am Montag (9. September) äußerte sich die Staatsanwaltschaft Neuruppin auf Nachfrage zu dem Fall. Demnach soll ein polnischer Lkw-Fahrer (57) bei einem Messerangriff lebensbedrohlich verletzt worden sein. „Er war am Abend des 7. September 2024 auf der Raststätte Stolper Heide von einem 40-jährigen Tatverdächtigen mit einem Messer angegriffen worden“, teilt die Pressestelle mit.

Der mutmaßliche Täter sei daraufhin zu Fuß über die A111geflüchtet. Er „konnte dort von alarmierten Polizeibeamten vorläufig festgenommen werden“. Der Lkw-Fahrer kam mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus, bestätigte die Staatsanwaltschaft die lebensbedrohlichen Verletzungen.

Mutmaßlicher Täter einem Haftrichter vorgeführt

Die Kriminalpolizei der Polizeidirektion Nord hat die Ermittlungen unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Neuruppin übernommen. „Der 40-Jährige wurde am Sonntag einem Haftrichter am Amtsgericht Neuruppin vorgeführt, dieser erließ und verkündete den Haftbefehl, woraufhin der Mann in ein Justizvollzugsanstalt gebracht wurden“, so die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Nähere Einzelheiten können derzeit nicht mitgeteilt werden.