Die Beamten staunten in der Nacht zu Montag (5. September) nicht schlecht, als sie kurz nach Mitternacht während einer Geschwindigkeitskontrolle mit einem Laser in der Birkenwerderstraße in Hohen Neuendorf einen Pkw Volvo mit auffälliger Fahrweise bemerkten.
Der Autofahrer war als Geisterfahrer unterwegs. „Er fuhr auf der falschen Straßenseite“, teilte Polizeiobermeisterin Angelique Haase von der Polizeiinspektion Oberhavel in Oranienburg am Montagmorgen mit. Die Beamten versuchten, das Auto zu stoppen. Doch der 51-jährige Fahrer ignorierte Stoppkelle, Blaulicht und Martinshorn. Stattdessen schaltete er das Licht seines Autos aus und gab Gas. Mit geschätzten 90 Kilometern pro Stunde raste er durch eine Tempo-30-Zone. Dabei wurde er von der Polizei verfolgt.

Verfolgungsfahrt dauert vier Minuten

Da sich die Einsatzkräfte nicht abschütteln ließen, gab der 51-jährige Fahrer etwa nach vier Minuten schließlich auf und hielt an. Schnell stellte sich noch vor Ort heraus, dass der Mann Alkohol getrunken hatten. Der Atemtest ergab einen Wert von 0,81 Promille.
Nach der Blutentnahme in der Polizeiwache Oranienburg wurde ihm die Weiterfahrt untersagt. Weil der Mann durch seine gefährdende Fahrweise auffiel, Zeichen und Weisungen der Polizisten missachtete, betrunken am Steuer saß und viel zu schnell unterwegs war, wurde der Führerschein sicherheitshalber eingezogen.
Die Birkenwerderstraße verbindet Hohen Neuendorf und Birkenwerder. Sie ist eine Parallelstraße zu B96 und gilt als beliebter Schleichweg, den manche Einheimische auch „Alkohol-Umgehungsstraße“ nennen.