Ganz besonders eilig hatte es am Sonntagnachmittag ein 18-Jähriger in Oranienburg. Besonders dann als die Polizei ihn, der mit einem Ford unterwegs war, gegen 16.35 Uhr in der Friedensstraße einer Verkehrskontrolle unterziehen wollte. Die Aufforderung der Polizeibeamten in ihrem Streifenwagen anzuhalten, wurde von dem 18-Jährigen beflissentlich ignoriert. Er drückte aufs Tempo und beschleunigte im Stadtgebiet auf bis zu 100 Stundenkilometer.

Ein zweiter Streifenwagen wird gerufen

Wie die Polizei am Montag mitteilt, war die Raserei für andere nicht ungefährlich. Mehrfach soll der 18-Jährige auf seiner Flucht unbeteiligte Verkehrsteilnehmer gefährdet haben. Auch rote Ampeln hielten ihn nicht auf. Die Verfolgung führte mehrfach durch Oranienburg Eden, Germendorf, die Luisenstraße und endet nach zirka zehn Minuten in der Straße „An den Eichen“. Hier konnte er durch einen zweiten Streifenwagen, der ihm entgegen kam, gestoppt werden – zum Glück ohne Personen- der Sachschäden.

Eine Fahrt – mehrere Strafanzeigen

Wie sich später herausstellte, hatte der junge Fahrer allerhand Gründe, sich aus dem Staub zu machen. Er hat keine Fahrerlaubnis, zu dem ist der Ford, mit dem er unterwegs war, nicht zugelassen und zusätzlich waren alte, entwertete Kennzeichen eines anderen Fahrzeugs angeschraubt. Jetzt wird ihm das Verfahren gleich wegen mehrerer Vergehen gemacht: wegen verbotenem Kraftfahrzeugrennen, Gefährdung des Straßenverkehrs und Urkundenfälschung.