Wenn am Montag die Mitglieder des Oranienburger Werksausschusses zu ihrer Sitzung zusammenkommen, wird das Thema der Preiserhöhung für die mobile Entsorgung noch einmal zur Diskussion gestellt. Nach den Ortsbeiräten in Friedrichsthal und Malz haben am Donnerstagabend auch die Germendorfer Kommunalpolitiker die vom Entwässerungsbetrieb Oranienburg (EBO) vorgeschlagene Preiserhöhung als unsozial abgelehnt. Die Argumente sind in allen drei Gremien ähnlich. Eine Erhöhung von acht auf zwölf Euro ist zu hoch. Die betroffenen Einwohner würden bestraft, obwohl sie nichts dafür können, dass ihre Grundstücke nicht ans zentrale Leitungsnetz angeschlossen werden.

Politische Einflussnahme auf den Preis

Dass es dafür durchaus gewichtige Gründe gebe, stritten die Kommunalpolitiker gar nicht ab. Der Bau einer zu langen Entsorgungsleitung für nur wenige Grundstücke oder eine technisch nur aufwendig umzusetzende und damit teure Anlage rechtfertige durchaus, auf den Bau zu verzichten. Dass der EBO eine kostendeckende Kalkulation verlege, sei ihm ebensowenig anzulasten. Allerdings dürfe nicht vergessen werden, so der Hinweis von Ortsvorsteher Olaf Bendin, dass bei der Preiskalkulation auch eine politische Dimension zu berücksichtigen sei. Eben deshalb könne und wolle der Ortsbeirat die vom EBO vorgeschlagene Preiserhöhung nicht akzeptieren.

Als Obergrenze werden zehn Euro vorgeschlagen

Als Alternative will der Beirat am Montag im Werksausschuss eine Deckelung des Preises für die mobile Entsorgung bei zehn Euro vorschlagen. Diese könne an die Preiskalkulation für die zentrale Entsorgung gekoppelt werden, und entsprechend dieser dann erhöht oder verringert werden.

Der Werksausschuss tagt am Montag um 18 Uhr in der Oranienburger Orangerie. Der Eingang erfolgt von der Kanalstraße aus.