Die Entscheidung ist einstimmig. Alle drei Mitglieder des Zehlendorfer Ortsbeirates sind am Dienstag dafür, dass geprüft wird, ob und unter welchen Bedingungen ein Austritt aus dem Niederbarnimer Wasser- und Abwasserzweckverband (NWA) möglich ist. Der Hauptgrund: Vor allem im Sommer kommt es bei der Belieferung mit Trinkwasser immer wieder zu Problemen. Nicht, dass es gar kein Wasser gibt. Doch gerade an heißen Tagen sinkt der Wasserdruck so stark, dass vor allem bei den Endabnehmern manchmal nur noch ein Rinnsal aus der Leitung kommt. Warum? Weil die Leitungen zu klein sind und gerade im Sommer an heißen Tagen zu viel Wasser entnommen wird, unter anderen auch für die Bewässerung von Grünflächen und Gärten.
Nun soll geprüft werden, ob die Oranienburger Stadtwerke das Problem schneller lösen können, als der NWA. „Aber ihr wisst schon, dass nur durch den Wechsel die Rohre nicht automatisch größer werden? und „Habt ihr mal verglichen, wie viel wir für das Trinkwasser zahlen und was die Oranienburger? Das ist fast das doppelte.“ Das waren nur zwei Hinweise aus dem Publikum, die noch vor der Abstimmung gegeben wurden.
Tatsächlich haben die Kommunalpolitiker das berücksichtigt, wie Ortsvorsteherin Heike Bartel sagte. Deshalb sei es auch nur ein Prüfauftrag, um tatsächlich Vergleiche anstellen zu können. Könne der NWA schneller und preiswerter eine Verbesserung anbieten, sei der Wechsel vom Tisch. Und auch der Wechsel zu den Oranienburger Stadtwerken sei nur eine Option. Theoretisch sei sogar ein Wechsel zum Trink- und Abwasserzweckverband (TAV) Liebenwalde denkbar, wenn der bessere Konditionen bieten könne, so die Erklärung der Beirats-Chefin. Doch vorerst soll erst einmal geprüft werden, was ein Wechsel bringen würde.