Radwege: Landtagsabgeordnete wollen sich für Germendorf stark machen

Die Germendorfer warten weiter auf Radwege.
dpaIn der aktuellen Prioritätenliste sei der Radweg an der L 172 zwischen Germendorf und Velten für den Zeitraum 2021 bis 2025 eingeordnet, der Radweg entlang der L 170 nach Schwante aber erst für die Zeit nach 2030. „Den müssen wir weiter nach vorn holen“, sagt Björn Lüttmann. Warum bei der Radwegepriorisierung an der L 170 aber ausgerechnet die touristische Bedeutung auf der Strecke geblieben ist, können sich alle nicht erklären. "Das ist doch der Hammer, dass dabei der Tierpark als Besuchermagnet bisher überhaupt nicht berücksichtigt wurde“, kritisiert Olaf Bendin.
„Das kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen“, beklagt Nicole Walter–Mundt. Sie werde als CDU–Fraktionschefin im Kreistag da nachhaken, um zu sehen, was da schiefgelaufen ist. Die Landespriorisierung für Radwege orientiert sich auch daran, welche Bedarfskriterien von den Landkreisen ans Land weitergeleitet werden. "Dass wir an der L 170 allein wegen des Tier– und Freizeitparks einen großen Bedarf für einen sicheren Radweg haben, ist doch völlig klar“, sagt auch Heiner Klemp.
Alle drei Landesparlamentarier wollen sich in Potsdam für den Bau dieser beiden Radwege stark machen. 18 neue Stellen allein für die Planung von Radwegen und die Vervierfachung des Budgets für ihren Bau auf 20 Millionen Euro, seien eigentlich ermutigende Zeichen. Aber alle drei Abgeordneten wissen auch, dass Planungsprozesse Zeit brauchen (und die stehen erst noch bevor) und dass es durch die coronabedingten Mehrausgaben des Landes im November zum Kassensturz komme. Das könne schlimmstenfalls auch zu einer Kürzung der Radwegbaumittel führen.
Unterdessen hat auch die SPD/LGU/Tierschutz–Fraktion im Kreistag erkannt, dass sie für Germendorf etwas tun muss. Sie will beantragen, den Radweg an der L 170 als vordringlichem Bedarf für 2021 bis 2025 einzuordnen, nicht zuletzt wegen dessen touristischer Bedeutung.