Wie berichtet, ist in der Neuausschreibung der S-Bahnlinien die S8 nur noch von und nach Hohen Neuendorf vorgesehen. Beispielsweise hätten dann Schüler, die nach Birkenwerder zur Schule müssten,ein Handicap, weil sie beim Umstieg in die S1 in Hohen Neuendorf 15 Minuten Wartezeit hätten, sagte Münchow.
Der FDP-Kreisvorsitzende spricht sich dafür aus, das Angebot der S8 insgesamt zu verbessern. Dazu gehörten bessere Busanbindungen der S-Bahnhöfe. Schönfließ könne beispielsweise auch für Pendler aus dem Barnim interessant sein. Münchow fordert auch eine Verlängerung der Berliner Buslinie 185 über Frohnau hinaus bis zum Bahnhof Hohen Neuendorf.
Auch Marian Przybilla verlangt besseren Anschluss für die S-Bahnhöfe und verwies auf die Studie des Verkehrsverbundes VBB zum Bedarf an Bike-and-Ride und Park-and-Ride-Anlagen an Bahnhöfen. Von der gekappten S8 zeigte sich der Bergfelder empört. Die S-Bahngemeinden würden sich gemeinsam um bessere Verbindungen bemühen und seit Jahren einen besseren Takt für die S8 fordern"und dann sowas!", sagte Przybilla. Er forderte auch eine Verlängerung der S8 im Süden zum Flughafen Schönefeld. Im Norden solle die S8 nach Oranienburg verlängert werden. "So bekommt die Kreisstadt einen Zehn-Minuten-Takt. Die S8 benötigt zwischen Hohen Neuendorf und Bornholmer Straße nur vier Minuten länger als die S1, ermöglicht aber zum Beispiel in Pankow den Anschluss an die U-Bahn", sagte Przybilla.
Der bündnisgrüne Landtagsabgeordente Thomas von Gizycki gab Zimniok, der die VBB-Pläne als "Grütze" bezeichnet hatte, recht: "Wir brauchen mehr Bahnen anstatt weniger."