Genau diesen Spagat muss der Landesbetrieb für Straßenwesen Eberswalde hinbekommen, um die Arbeiten schnell erledigen zu können und dennoch die Einschränkungen für die Einwohner und Unternehmen möglichst klein zu halten. Insofern wurden die Planungen nach Zusammenkünften mit der Gemeindevertretung des Löwenberger Landes und Einwohnerversammlungen in Teschendorf mehrmals überarbeitet, um einen Kompromiss auszuhandeln. Denn eines ist klar: Der Zustand der Straße ist schlecht, sie muss gemacht werden. Da herrscht Einigkeit zwischen den Teschendorfern und dem Landesbetrieb. Deshalb stand auch nie die Forderung im Raum, auf die Bauarbeiten zu verzichten oder sie zu verschieben. Gefeilscht wurde indes, wie die Arbeiten ausgeführt werden.
Beginnen sollen die Arbeiten am Donnerstag, 3. September. Die Vorbereitungen dafür sind entlang der Strecke bereits zu erkennen, denn der Durchgangsverkehr zwischen Oranienburg und Löwenberg soll von der Baustelle ferngehalten werden. Er wird großräumig umgeleitet. Von Oranienburg aus kommend, werden die Fahrzeuge ab Nassenheide über die Liebenwalder Chaussee über Freienhagen bis zur Hamburger Kreuzung in Neuholland umgeleitet. Dort geht es auf der B 167 über Liebenberg und Neulöwenberg bis zur Einmündung auf die B 96 in Löwenberg (siehe Karte rechts). Die ersten dafür notwendigen Umleitungsschilder und Ampelanlagen wurden vom Landesbetrieb bereits aufgestellt.
Die Arbeiten erfolgen in vier Abschnitten, wobei – und das war eine Forderung vieler Teschendorfer – diese zum Teil parallel ausgeführt werden.

Baubeginn: 3. September

Los geht es am 3. September mit der Ortsdurchfahrt. Zwischen dem Ortseingang und der Straße am See werden die Querungsinseln erneuert. Gebaut wird an beiden. Sozusagen Nacharbeiten sind an der Insel am Ortseingang zu erledigen. Hier werden zusätzlich Borde als Fahrbahnbegrenzung gesetzt, weil die Straßenränder schon jetzt ausgefahren sind und sich Mulden neben den Fahrbahnen gebildet haben.
Die Mittelinsel in Höhe der Bäckerei Plessow muss komplett erneuert werden.
Die nächste Baustelle befindet sich dann in der Nähe der Bushaltestelle, wo eine weitere Ampelanlage installiert wird. Die Arbeiten erfolgen unter halbseitiger Sperrung der Straße, wobei eine Baustellenampel den Begegnungsverkehr ermöglicht.
Gleichzeitig wird ab 3. September bis Donnerstag, 17. September, die B 96 von der Straße am See bis zum Griebener Weg und vom Abzweig Grüneberg bis zum Ortseingang Löwenberg gesperrt, um die Fahrbahn sanieren zu können.
Damit bleibt den Anwohnern im Griebener Weg nur noch die Möglichkeit, die Umleitung über Grüneberg Richtung Oranienburg zu nehmen, da auch an der Strecke bis Löwenberg gearbeitet wird. Ab Freitag, 18. September, wird dann gewechselt und der Abschnitt der B 96 zwischen dem Griebener Weg und dem Grüneberger Knick gesperrt. Die Anwohner des Griebener Weges können dann wieder nach rechts in Richtung Dorf einbiegen.
Der Einbau der neuen Asphaltdecke im Teschendorfer Zentrum, also zwischen der Ortseinfahrt und dem Denkmal/Straße zum See, soll nach Rücksprache mit den Schulen und der OVG in den Herbstferien erfolgen.

Bauende: 26. Oktober

Dass sich die Vollsperrungen während der Arbeiten nicht vermeiden lassen, erklärt Hans-Jürgen Otte als zuständiger Planer beim Landesbetrieb mit dem Hinweis auf die zum Teil sehr beengten Platzverhältnisse, insbesondere im Abschnitt zwischen der Straße zum See und dem Griebener Weg, und den gesetzlichen Bestimmungen des Gesundheits- und Arbeitsschutzes für die Mitarbeiter auf Baustellen, die der Landesbetrieb nicht einfach ignorieren könne. Dennoch verspricht er, dass der Zugang zu den Grundstücken gewährleistet wird. "Wir werden mit den Betroffenen sprechen und auch Lösungen finden. Dafür gibt es vor Ort Bauleiter", verspricht er.
Apropos: Freuen können sich auch die Radler. Denn die abgesackten Rampen an der Fahrradbrücke zwischen dem Griebener Weg und dem Grüneberger Knick sollen erneuert werden. Dafür müssen die Radler kurzzeitig auf die Fahrbahn ausweichen.

Informationen zum geplanten Baugeschehen


Der Streckenabschnitt, der saniert wird, ist etwa 5,5 Kilometer lang.

Die Sanierung ist Bestandteil der langfristigen Planungen für den Bau der B 96 neu. Denn mit deren Fertigstellung verliert die jetzige Straße ihren Status als Bundesstraße. Sie wird zur Kreis- beziehungsweise Gemeindestraße herabgestuft. Ab dann sind der Kreis beziehungsweise die Kommunen für den Erhalt der Straßen verantwortlich und müssen dafür zahlen. Deshalb wurde festgelegt, dass die Straßen vor der Übernahme noch saniert werden.

Rund eine Millionen Euro kostet die Sanierung des Abschnittes. Insbesondere im Abschnitt zwischen dem Griebener Weg und dem Grüneberger Knick war der Untergrund teilweise erheblich abgesackt und muss neu befestigt werden.

Die Gemeinde nutzt die Arbeiten, um innerhalb des Ortes für mehr Sicherheit zu sorgen. Dass eine neue Ampel in Höhe der Bushaltestelle am Denkmal gebaut wird, wünschen sich die Teschendorfer schon lange.

Die notwendige Umleitungsstrecke zwischen Nassenheide und Löwenberg ist in der rechten Karrten blau dargestellt. Die linke Karten enthält, farblich getrennt, die Zeiten der notwendigen Sperrungen in den vier Bauabschnitten. veb