Schneller ins Spaßbad
: Turm-Erlebniscity hat jetzt eine eigene Bushaltestelle

Die Turm-Erlebniscity in Oranienburg hat jetzt eine eigene Haltestelle für Busse der OVG. Dort halten die Linien 804 und 821.
Von
Klaus Grote
Oranienburg
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Freuen sich für die Fahrgäste: Falco, Andreas Ernst und Kay Duberow (r.) nehmen die Namensänderung an der Haltestelle in Sichtweite der Turm-Erlebniscity vor. Vom Bus sind dann nur noch einige Schritte zu laufen.

MOZ/Klaus D. Grote

Die Computerstimme musste als erstes neu programmiert werden. Das sei gar nicht so einfach gewesen, weil der Name nicht vorhanden war und aus Silben zusammengesetzt werden musste, sagt Heiko Moormann, Betriebsleiter bei der Oberhavel Verkehrsgesellschaft. „Nächster Halt: Turm-Erlebniscity“, heiß es nun beim Stopp in der Dr.-Heinrich-Byk-Straße. Wer ins Schwimmbad, zum Bowlen, in die Bar oder in die MBS-Arena will, weiß, dass er aussteigen muss.

Der Turm mit dem öffentlichen Schwimmbad sei ein wichtiger Ort für Oranienburg und könne daher wie Gericht oder Schlossplatz auch der nächstgelegenen Haltestelle den Namen geben. Tatsächlich steigen die meisten Fahrgäste kurz vor der Kreuzung zur André-Pican-Straße aus, um zur Turm-Erlebniscity zu gelangen und nicht wegen des Chemikers und Pharmawerkgründers Heinrich Byk. „Der Straßenname bleibt ja erhalten“,. sagt Andreas Ernst, Geschäftsführer der Oberhavel Holding. Er betont die Bedeutung der Haltestelle, die jährlich von 28 000 Fahrgästen zum Ein- und Aussteigen genutzt werden. Das seien immerhin fünf Prozent aller Fahrgäste der Linie 804 und 821, von denen der Stopp bedient wird.

Wichtig sei die Umbenennung für Turm-Besucher, die vor der Anreise nach Oranienburg online eine Fahrverbindung suchen, sagte Heiko Moormann. Turm-Erlebniscity taucht nun eben auch als Haltestellenname auf.

Turm-Geschäftsführer Kay Duberow bedankte sich bei den Beteiligten. Zunächst hätten die Stadt Oranienburg, die Oberhavel Holding und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg zustimmen müssen. Dann wurden zwei neue Haltestellenschilder hergestellt und errichtet. Die Kosten dafür seien verschwindend gering, versicherte Andreas Ernst, der mit Heiko Moormann am Steuer eigens in einem nagelneuen Bus die umbenannte Haltestelle anfuhr. Zusammen mit Duberow zog Ernst dann einen Aufkleber vom Haltestellenschild, um den neuen Namen frei zu geben. Mit ihnen freute sich Turm-Maskottchen Falko.

Die umbenannte und selten unbemannte Haltestelle wird im Stundentakt von der Linie 804 (Rewestraße–Bahnhof–Malz) sowie dem 821er (Birkenallee–Bahnhof–Tiergarten) angefahren. Beide Linien werden jährlich von 2,4 Millionen Fahrgästen genutzt. Nach der Gedenkstätte Sachsenhausen mit jährlich mehr als 700 000 Besuchern gilt die Turm-Erlebniscity als Oranienburgs zweitwichtigster Besuchermagnet mit bis zu 600 000 Gästen im Jahr.

Die Umbenennung ist bereits eine Vorwegnahme der Forderungen des ÖPNV-Konzeptes der Stadt, das ab kommender Woche in den Ausschüssen auf der Tagesordnung steht. Darin enthalten ist auch die seit vielen Jahren geforderte Haltestelle für den Tier- und Saurierpark Germendorf. Die Familie Eichholz hatte zuletzt eine Unterschriftenaktion gestartet, um wenigstens im Sommerhalbjahr einen Bushalt zu erreichen. Eine halbe Million Besucher kommen jedes Jahr in den Park, viele davon aus Berlin. Die Anreise erfolgt jedoch lediglich in privaten Pkw, Reisebussen oder per Fahrrad.