Schule in Oranienburg
: Kinder an Lindenschule klagen über Halsschmerzen – Einsatz der Feuerwehr

Update 15:10 Uhr: Der groß angelegte Einsatz an der Lindenschule in Oranienburg ist beendet. Die Zahl derer, die wegen eines beißenden Geruchs über Beschwerden klagen, ist drastisch gestiegen.
Von
Roland Becker
Oranienburg
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Alarm in der Lindenschule in Oranienburg: Mehrere Schüler klagen über Halsbeschwerden, nachdem ein beißender Geruch festgestellt wurde.

Tilman Trebs

Hubschrauber über der Lindenschule an der Bernauer Straße in Oranienburg, Feuerwehr und Rettungskräfte auf dem Schulgelände: Es herrscht Alarmstimmung. Laut Joachim Lemmel, Sprecher der Polizeidirektion Nord in Neuruppin, geht von einer Toilettenanlage für Jungen beißender Geruch aus. Anfangs war völlig unklar, welches die Ursache dafür war. „Schüler und Lehrer klagen über Atemwegsreizungen“, teilte wenig später die Rettungsleitstelle dem Landratsamt als Träger der Schule mit.

Der Notruf lief am Mittwoch (19. April) um 12.17 Uhr in der Rettungsleitstelle auf. Mehrere Kinder hätten einen noch unbekannten Stoff eingeatmet. Anfangs hieß es, dass mindestens drei Schüler über Kratzbeschwerden im Hals klagen. Eine Stunde später hatte sich die Zahl der Betroffenen bereits auf rund 20 Kinder und Erwachsene erhöht.

Hubschrauber bringt Notarzt zur Schule

Per Hubschrauber wurde ein Notarzt zur Schule gebracht, der die von den Beschwerden Betroffenen untersuchte. Von diesen musste niemand ins Krankenhaus eingeliefert werden. Es habe sich nur um leichte Reizungen der Atemwege gehandelt. Gegen 14 Uhr musste nur noch ein Kind behandelt werden.

Feuerwehr und Polizei evakuieren Schule

Bereits kurz nach der Alarmierung rückte ein Erkundungstrupp der Feuerwehr ins Schulgebäude ein, um die Ursache für den beißenden Geruch zu finden. Dabei wurde laut Kreissprecherin Yvonne Pelz auch ein Berater für Gefahrstoffe hinzugezogen.

Nach ersten Erkenntnissen konnten keine Giftstoffe gemessen werden. Zurzeit geht die Feuerwehr davon aus, dass in der Toilette Pfefferspray versprüht worden sein könne. Entgegen ersten Auskünften der Polizei, dass die Schule nicht evakuiert wurde, ist laut Pelz genau dies sofort geschehen.

Kriminalpolizei ermittelt wegen Körperverletzung

Die Aufklärung des Vorfalls hat mittlerweile die Kripo übernommen. Lemmel zufolge wird wegen Körperverletzung ermittelt. Es könnten allerdings weitere Straftatsbestände hinzukommen. Wenn Pfefferspray eingesetzt wird, ohne dass eine Situation der Notwehr vorliegt, kann dies ebenfalls justiziabel sein.