Spenden: Überwältigende Solidarität für den Tierpark Germendorf
Dann würden sich die Verluste in Grenzen halten. „Ich will, dass die Kinder wieder in den Park kommen dürfen, wir haben einige Überraschungen in der Schließzeit vorbereitet, die noch geheim sind“, so Eichholz. „Baumärkte und Gartencenter haben schließlich auch geöffnet, unser Gelände ist viel weitläufiger.“ Elf der sonst 43 Mitarbeiter kümmern sich derzeit um die Anlage und die rund 650 Tiere. Die restlichen Tierparkmitarbeiter sind in Kurzarbeit.
Damit die Verluste nicht zu einem wirtschaftlichen Desaster ausarten, sammelt der Förderverein des Tierparks Spenden. Die Vorsitzende Sabine Stoge konnte am Mittwoch 20 100 Euro übergeben, die seit dem 23. März gesammelt wurden. „Wir bezahlen davon Futtermittel und die dringend notwendigen Tierarztrechnungen“, sagte sie zur Übergabe. Säckeweise Mais, Hundefutter und Schafpellets lieferte der Futtermittelhandel Oranienburg. Christoph Helbig von der Fruchtlogistik aus Gransee brachte Möhren, Salat, Äpfel. Marcus Hustan vom gleichnamigen Transportunternehmen unterstützt mit Technik und Baumaterial. „Es ist wichtig, dass Unternehmen, die diese Region prägen, in solchen Notsituationen zusammenhalten“, sagte er.
Über einen weiteren Spendenaufruf von Ina Renner und Anika Srbek aus Hennigsdorf sind mittlerweile 7 500 Euro eingegangen, informierte Eichholz. Auch die Bärenklauer Senioren der hiesigen Tanzgruppe sammeln für den Erhalt des Parks: Mehr als 500 Stoffmasken haben zwölf Frauen bisher genäht. Den Erlös des Verkaufs — satte 1 500 Euro — übergaben Dagmar Martin, Rotraud Braesicke, Linda Heymann und Ortsvorsteherin Gundula Klatt (BfO) an Torsten Eichholz. Der ist überwältigt von der Spendenbereitschaft. „Schon bei den ersten Tausend Euro war ich perplex.“ Nach aktuellem Stand und wenn der Park wirklich Ende April wieder öffnen darf, dann „kommen wir gut über die Runden“.



