Sperrung bei Oranienburg
: Straße zur A10 dicht – Kritik, Termin und Umleitung

Eine wichtige Strecke für Pendler wird im Südkreis von Oberhavel gesperrt. Wann die Arbeiten an der L21, die zur A10 führt, beginnen, wie lange die Sperrung dauert und warum es Kritik gibt.
Von
Jürgen Liebezeit
Oranienburg
Jetzt in der App anhören
Die B96 bekommt zwischen Teschendorf und Nassenheide neuen Asphalt (Symbolbild).

Ende Oktober soll die L171 bei Stolpe wieder zur Verfügung stehen.

Die L21 bekommt auf einem weiteren Teilstück einen neuen Asphaltbelag. Die wichtige Pendlerstrecke mit Anbindung an die A10 wird deshalb für den Verkehr gesperrt (Symbolbild).

Jürgen Liebezeit
  • Sperrung der L21 bei Oranienburg führt zu Verkehrsproblemen.
  • Arbeiten beginnen Ende 2025 und dauern drei Monate.
  • Anrainer fordern Radwegbau entlang L21, bisher ohne Erfolg.
  • BI Radweg plant weitere Protestaktionen.
  • L21 bleibt bis Ende November gesperrt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Fast 5000 Fahrzeuge nutzen täglich die Landesstraße L21, die von Zehdenick über Liebenwalde und Wensickendorf nach Mühlenbeck zum nördlichen Berliner Ring (A10) führt. Entsprechend schlecht ist in manchen Abschnitten der Zustand der wichtigen Straße.

Deshalb wird die L21 nach und nach saniert. Erst im vergangenen Sommer wurde zwischen Zehlendorf und Kreuzbruch unter Vollsperrung die Fahrbahn erneuert.

Jetzt steht der Termin für das nächste Teilstück fest. Allerdings wird eine wichtige Forderung der Anrainer-Kommunen nicht erfüllt.

Der Landesbetrieb Straßenwesen teilte auf Anfrage mit, dass die L21 zwischen der B273 in Wensickendorf und kurz vor dem Kreisverkehr in Zühlslake im Mühlenbecker Land noch in diesem Jahr saniert werden soll. Dafür muss die Landesstraße 21 für den Verkehr gesperrt werden. Was genau gemacht wird, ließ Sprecher Steffen Streu noch offen.

Arbeiten beginnen nach der Sperrung durch Zühlsdorf

„Eine Umleitung wird eingerichtet, dazu finden noch Absprachen statt. Anlieger und Anliegerinnen können ihre Grundstücke aber erreichen. Dazu finden dann Absprachen mit der Baufirma statt“, informiert Sprecher Steffen Streu. Die L21 gilt als eine der wichtigsten Nord–Süd–Verbindungen im Landkreis Oberhavel.

Die Sanierung des gut vier Kilometer langen Teilstücks soll nach dem Ende der Vollsperrung der Kreisstraße in Zühlsdorf begonnen werden. Die L21 wird für den Umleitungsverkehr benötigt. Die Kreisstraße wird ab 1. April unter Vollsperrung zwischen Zühlslake und Basdorfer Straße in der Ortsmitte ausgebaut.

Die L21 zwischen Wensickendorf und Mühlenbeck an der A10 wird auf einem weiteren Teilstück saniert. Dafür muss die wichtige Pendlerstrecke im Herbst gesperrt werden.

Die L21 zwischen Wensickendorf und Mühlenbeck an der A10 wird auf einem weiteren Teilstück saniert. Dafür muss die wichtige Pendlerstrecke ab Herbst 2025 gesperrt werden.

Jürgen Liebezeit

Voraussichtlich Anfang September wird dann die L21 zwischen Wensickendorf und Zühlslake  gesperrt. Der Landesbetrieb geht von einer Bauzeit von drei Monaten aus. Wenn das Wetter mitspielt, kann der Verkehr Ende November wieder ohne Einschränkungen über die L21 fließen.

Die langjährige Forderung der Anrainer-Kommunen, einen Radweg entlang der L21 zu bauen, wird im Zuge der Sanierung allerdings nicht erfüllt.

Das bestätige Daniel Langhoff (FDP), Ortsvorsteher von Wensickendorf. Seine Forderungen gehen aber auch über den Bau eines ergänzenden Radweges hinaus. „Wir brauchen auf dieser wichtigen Pendlerstrecke zur Autobahn eine Komplettlösung.“

Damit meint er den grundhaften Ausbau der Landesstraße inklusive Radweg neben der Strecke. Nur die Erneuerung der Deckschicht bringe aus seiner Sicht keine dauerhafte Lösung. „Alle paar Jahre müssen die Baumaschinen wieder anrücken, um Verwerfungen und Absenkungen zu beseitigen“, befürchtet er. In seinem Ort sei zudem das Wasserproblem ungelöst. Es könne nicht gut abfließen, höre er immer wieder von Anliegern, deren Grundstücke neben der Straße verwässern.

BI Radweg an der L21 lässt nicht locker

Die BI Radweg an der L21 hält an ihrer Forderung aber weiterhin fest. Seit mehr als fünf Jahren setzen sich Einwohner und Lokalpolitiker für den Bau eines Radweges entlang der L21 ein.

Erst im vergangenen Sommer ist eine Sammlung von Protestbriefen an Uwe Schüler, dem damaligen Staatssekretär für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, übergeben worden. „Passiert ist nichts“, sagt Heinz Ließke (Freie Wähler, Sprecher der BI Radweg). Auch die damalige Ankündigung, den Brandenburger Radwegenetzplan öffentlich auszulegen, sei noch nicht umgesetzt worden, so der frühere Ortsvorsteher von Wensickendorf.

Die BI lässt aber nicht locker und plant aktuell für dieses Jahr weitere Protestaktionen. Vorstellbar ist laut Ließke wieder eine Sternfahrt sowie eine Malaktion auf der Straße. Termine stehen dafür aber noch nicht fest.

Pendeln

Warum kommt die Bahn zu spät? Was bringt ein Tempolimit auf der Autobahn? Und wie sieht die perfekte Innenstadt für Radfahrer und Fußgänger aus? Wir berichten über Mobilität in unserer Region - und darüber hinaus.