Stadtentwicklung: Jugendliche liefern frische Ideen für Hohen Neuendorf
Dazu gehörten verschiedene Modelle zu vier Standorten in Hohen Neuendorf und Bergfelde. So entwickelte eine Gruppe ein Spaß- und Erholungsbad auf dem Gelände der Himmelspagode. Ein anderes Team bastelte die Vision „Lesen am Wasserturm“. Bei diesem Modell wurde das Wahrzeichen der Stadt in einen Rückzugsort verwandelt, in dem sich Menschen dem Lesen widmen oder einfach in das danebengelegene Café gehen können. Anschaulich dargestellt wurde diese Idee in einem Modell mit Materialien wie Styropor, Holz und Pappe.
Orte der Begegnung
Einen weiteren Begegnungsort für Generationen schafften Til Butenschön und seine Mitschüler auf dem Areal der Bergfelder Feuerwehr. „Wir wollten etwas entwickeln, was realistisch und umsetzbar ist“, erklärt der 16-Jährige. Zu diesem Treffpunkt zählen eine Erweiterung des Kindergartens und auch der Jugend- und Seniorenclub, die Platz auf dem Grundstück haben sollen.
Entwickelt wurden die Visionen für die Stadt Hohen Neuendorf von Schülerinnen und Schülern des Seminarkurses „Stadt der Zukunft“. „Der Kurs ist eher wissenschaftsorientiert. Die Teilnehmer wollten aber auch praktisch etwas machen“, erklärt Kursleiterin Paulina Dura. Daraufhin kam das Projekt „Die Stadtentdecker“ am Hohen Neuendorfer Marie-Curie-Gymnasium zustande.
Zum Abschluss des Abends fand die Auswertung des Hohen Neuendorf Projektes statt – das sogenannte Stadtentdeckergespräch. So schwärmten sowohl die begleitende Borgsdorfer Architektin Martina Nadansky, als auch die Lehrerin Paulina Dura von den Ergebnissen und der Präsentation. Auch Vertreter der Stadt ließen sich die Chance nicht entgehen, ihrer Begeisterung über die Modelle Ausdruck zu verliehen. So favorisiert zum Beispiel Bauamtsleiter Hans Michael Oleck den Wasserturmvorschlag. Auch die Entwickler selbst sind von dem Projekt begeistert. „Das hat wirklich viel Spaß gemacht. Wir konnten uns kreativ komplett austoben“, erklärt Melanie Wolter, die am Wasserturm beteiligt war.
Die Ausstellung mit Modellen, Zeichnungen und Fotos ist bis zum 5. März im Rathausfoyer zu sehen.
BrandenburgerStadtentdecker
Bereits seit dem Jahr 2013 existiert das Projekt "Stadtentdecker" in Brandenburg, bei dem die Architektenkammer des Landes, eine Schule und die Stadtverwaltung des jeweiligen Ortes zusammenarbeiten.
Seit Juni 2018 liegt ein interessanter Kurzfilm zu dem Projekt vor, der im Internet zu sehen ist. Wer mehr über "Die Stadtentdecker" aus Brandenburg erfahren will, sollte folgenden Link aufrufen: https://youtu.be/H-m6Nfqkt8g⇥zeit

