Straßensperrung: Bürgerinitiative sieht keinen Ost-West-Konflikt

Hier könnten bald Blumenkübel stehen. Sie sollen verhindern, das Autos, die aus der Glienicker Lessingstraße kommen, die Elsestraße in Berlin-Hermsdorf als Schleichweg nutzen.
Jürgen Liebezeit„In den Wohnvierteln beiderseits der Landesgrenze in Glienicke und in Hermsdorf bestehen systematische Gefahren durch zu hohes Verkehrsaufkommen, zu enge Straßen und überhöhte Geschwindigkeiten“, so Ortmann. Nach Recherchen der Initiative seien mehr als 2 300 Menschen durch den „übermäßigen Durchgangsverkehr“ betroffen. In Glienicke würden in 69 Häusern etwa 334 Personen unmittelbar an den Schleichwegen leben, in Hermsdorf seien es etwa 448 Menschen in 121 Häusern.
Ortmann begrüßte es erneut, dass der Verkehrsausschuss in Reinickendorf die Modalfilter ausprobieren wolle. Ob die Alte Schildower Straße und die Elsestraße in Berlin tatsächlich durch Blumenkübel zur Sackgasse werden, steht noch nicht fest. Zum einen läuft noch die rechtliche Prüfung, zum anderen entscheidet die Bezirksverordnetenversammlung am 11. März über den Antrag, der dann vom Senat gebilligt werden muss.
Auch in Glienicke wird das Thema kontrovers diskutiert. Gemeindevorsteher Uwe Klein (SPD), der eine gemeinsame Lösung anstrebt, hat die drohenden Straßensperrungen auf die Tagesordnung der Gemeindevertretertagung gesetzt. Das Gremium trifft sich am Dienstag, 25. Februar, um 18.30 Uhr in der Mensa der Grundschule. Zu Beginn gibt es eine Einwohnerfragestunde.
