Supermärkte: Nur Klopapier ist Mangelware – Essen ist für alle da

Die Regale für Nudeln bei Netto in Germendorf sind leer. Hamsterkäufe gibt es auch in Oberhavel.
Burkhard KeeveDoch einige Regale waren bereits am Wochenende bei Rewe in Oranienburg und Leegebruch leer. Auf seiner Facebook-Seite schreibt Rewe-Chef Lück von einem „hohen Andrang“ und einer „erhöhten Nachfrage“ bei bestimmten Produkten wie Nudeln, Reis, Konserven und Drogerieartikeln. Doch Lück beruhigt: „Unser Geschäft ist und bleibt regulär geöffnet – die Versorgung ist gesichert.“
Auch die leeren Regale seien kein Alarmsignal, sondern dem großen Andrang geschuldet, sprich den Hamsterkäufen. Klopapier und Co. würden umgehend nachsortiert, wenn der Lkw mit der Lieferung vorgefahren ist. Auch Rewe-Markt-Kollege Mike Gabrich aus Leegebruch gibt sich gelassen: „Die Versorgung ist gesichert“, betont Gabrich am Montag gegenüber unserer Zeitung. Wie Polizei, Feuerwehr und Krankenhäuser gehörten Lebensmittelmärkte „zur kritischen Infrastruktur“. Diese sorgen für Ordnung, Sicherheit, medizinische Versorgung und volle Mägen.
Für Unordnung hingegen sorgen die Kunden selbst. Trotz aller Beteuerungen werden Reis, Nudeln, Dosen-Linsen und Erbseneintopf gehortet, genauso wie Klopapier und Tempos. Nur noch die leeren Kartons sind da. Bei Netto in Germendorf sorgte dies am Montagnachmittag bei einer Kundin für Ärger. „Da gehe ich arbeiten, und jetzt bekomme ich nicht mal mehr eine Rolle Klopapier. Das ist doch bekloppt“, sagte die Frau, die ihren Namen aber lieber nicht in der Zeitung lesen möchte. Am Montag jedenfalls sorgte der Coronavirus für volle Parkplätze bei Super- und Baumärkten, die Regale hingegen wurden immer leerer.
