T-Point
: Yvonne Wilde berichtet von der Jugendarbeit in Leegebruch

Die T-Point-Leiterin erstattete im Sozialausschuss Bericht über die Arbeit mit und ohne Jugendliche.
Von
Volkmar Ernst
Leegebruch
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Volkmar Ernst

Im Durchschnitt kommen zehn bis 15 Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 25 Jahre in den Club. Von März bis Mai saß Yvonne Wilde plötzlich allein in den Räumen. Trübsal blasen, sich zurücklehnen und auf die Dinge warten, die da kommen mögen: Das kam für die Chefin nicht in Frage. Sie richtete eine Discord-Plattform ein, um mit den Jugendlichen in Kontakt zu kommen. „Es hat geklappt.“ Knapp zehn Jugendliche meldeten sich an, um „die Neue“ kennenzulernen, miteinander zu sprechen, zu spielen oder im Kreativraum nach Anregungen für Basteleien zu suchen. „Für mich war das sehr wichtig, um überhaupt Kontakte zu den Jugendlichen auszubauen“,  erklärt Yvonne Wilde.

Mit der Wiedereröffnung am 14. Mai füllten sich die Räume wieder mit Leben. Um die Kontaktvorgaben einhalten zu können, wurde die Altersvorgabe der Besucher auf zehn Jahre heraufgesetzt und in zwei Zeitgruppen gearbeitet, um zwischendurch eine Desinfektionsrunde durchführen zu können. Seit 12. Juni ist der Club nun wieder durchgehend von 13 bis 20 Uhr geöffnet. Die Altersbeschränkung wurde wieder auf neun Jahre gesenkt.

Die Kinder und Jugendlichen kamen und nutzten sowohl die Räume als auch den Außenbereich. „Das Beste war der Pool, der gerade bei den sommerlichen Temperaturen super angenommen wurde und noch immer wird“, wie Yvonne Wilde sagt. Ein weiterer Höhepunkt war das Ferienlager in Zootzen. Auch im nächsten Jahr soll es eine solche Fahrt geben, konnte die Chefin den Kommunalpolitikern den Dank und Wunsch der Jugendlichen dafür übermitteln. Allerdings wünschen sich die Besucher eine Veränderung. Eingeteilt werden soll nach dem Alter bis und ab 14 Jahre. Der Grund ist banal und erklärt sich aus den unterschiedlichen Interessen, die sich mit dem höheren Alter ergeben. „Aber das sollte kein Problem sein“, blickt die Chefin optimistisch voraus.

Die Planungen erfolgen entsprechend der Corona-Vorschriften. Gedacht ist an gemeinsame Unternehmungen wie Kinobesuche oder  Fahrten. Der Fitnessraum soll verkleinert werden, ohne jedoch das Sportangebot zu verringern. Der gewonnene Platz soll als Rückzugsraum für Gespräche und Kreativangebote genutzt werden. Ein großer Wunsch ist einen Graffiti-Wand, an der sich die Jugendlichen ausprobieren können und die Wiederbelebung der Fahrradwerkstatt. Zumindest Letzteres konnte Yvonne Wilde versprechen, denn das will der neue Kollege übernehmen, der sie bei der Betreuung der Gäste unterstützt.

Yvonne Wilde,die neue Leiterin

Der Jugendclub "T-Point" existiert seit 1962 und ist damit eine der ältesten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg.

Yvonne Wilde hat die Leitung am 1. März übernommen.

Gebürtige Leegebrucherin ist sie nicht – weil es in der Gemeinde kein Krankenhaus oder einen Geburtsstation gibt. Yvonne Wilde wohnt aber seit Jahrzehnten in Leegebruch, kennt damit den Ort und seine Strukturen und weiß, was sich die Kinder- und Jugendlichen vor Ort wünschen.

Die ausgebildete Sozialarbeiterin hat fast 14 Jahre in der Veltener "Oase" mit Jugendlichen gearbeitet.

Der Wechsel bot sich an, als die ehemalige Jugendclub-Chefin Steffi Klinghardt nach Zootzen wechselte. Yvonne Wilde bewarb sich und bekam den Zuschlag.⇥veb