Tag der offenen Gärten: Ein duftendes Chaos aus Kräutern in Oberhavel
Eigentlich geschieht das zweimal im Jahr, doch die Pandemie hielt im Frühjahr die Gärten geschlossen. „Der Flieder blühte, alles war auf den Punkt“, sagt am Sonntag Manuela Röhken vom Naturkunstwerk, am anderen Ende von Kraatz. Sie stellt neben ihre Pflanzen auch Werke des heimischen Künstlers Gotthold Gloger aus.
Auch im Zehdenicker Ziegelhof hängt neben vielen anderen Werken ein Bild von Gloger. Doch es ist vor allem die Verwandlung, die dieser Hinterhof in den vergangenen 25 Jahren erfahren hat, die die Besucher bestaunen können, begleitet von vielen Geschichten, die Hans–Joachim Scheffler (73) gerne preisgibt.
Aus Friedrichsthal sind Ingrid und Winfried Meyer nach Oranienburg–Eden gekommen, um sich den Garten von Evelin und Rainer Pietzsch anzusehen. „Wir haben selbst einen Garten und wollen einfach Ideen sammeln, was so gemacht werden kann“, erklärt Ingrid Meyer den Ausflug. Rainer Pietzsch lädt die beiden auch gleich zu einem Rundgang ein. Was auffällt, das sind zum einen die vielen keramischen Objekte, die als Blickfang überall zu finden sind: die Badende am Wasserfall oder die Schnecke im Gemüsebeet, die als Kunstobjekt jedoch keinen Gefahr für die Pflanzen ist. Zum anderen fallen im Pietzschen Garten die vielen versteckten Sitzgelegenheiten auf. „Die haben wir eingerichtet, um den Garten nicht nur zu jeder Jahreszeit, sondern auch zu jeder Tageszeit genießen zu können“, erklärt der Hausherr. Sehen sie dort die Sitzecke, da frühstücken wir in der Morgensonne. Am Abend genießen wir den Blick in die Sonne im Liegestuhl dadrüben“, erklärt er das Konzept.
Kunst und Natur verbindet in ihrem Garten auch Sabina Grützmacher in Hohenbruch. Eigentlich ist es ein großen Bauerngarten mit Zier– und Nutzpflanzen. Am Sonntag zum Tag der offenen Gartenpforte nutzt sie ihn für die Präsentation verschiedener Kunstobjekte: Bilder, Keramiken und Skulpturen. Ansonsten ersetzt der Garten zumindest wenn es warm ist, das Atelier. „Es macht Spaß, hier zu arbeiten“, zeigt sie auf einen Betonstein, der derzeit nur erahnen lässt, dass daraus in den nächsten Wochen eine Katzenskulptur werden wird.






